Erstellt am 20. Juli 2011, 00:00

Eine Win-Win-Situation. ENERGIE /  Um 100 Millionen kauft das Land die BEGAS-Anteile der Gemeinden. Ein großer Schritt zur Fusion mit der BEWAG.

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VON WOLFGANG MILLENDORFER

Jetzt steht der Fusion von BEWAG und BEGAS nichts mehr im Wege, kommentierten Landeshauptmann Hans Niessl und sein Vize Franz Steindl am Montag unisono die Einigung mit den Gemeinden. Von beiden Seiten wurden Gutachter beauftragt, den Wert der BEGAS zu  ermit-

teln. Die Verhandlungspartner einigten sich schließlich auf die goldene Mitte: 197 Millionen Euro ist der Energieversorger damit offiziell wert; die insgesamt 110 Erdgas-Gemeinden werden ihre Anteile um 100,47 Millionen Euro verkaufen. Somit hält das Land bei 51 Prozent der Anteile an der BEGAS.

Die meisten Bürgermeister  sind darüber sehr erfreut

Zufrieden ist man mit dem Ergebnis auf allen Seiten. Ernst Schmid, Chef-Verhandler und Präsident des Gemeindevertreterverbandes (GVV), spricht von einer Win-Win-Situation: Die beiden Bewertungen waren zu meiner Überraschung eng beieinander. Das Angebot des Landes konnten wir ohne Weiteres annehmen. Die meisten Bürgermeister-Kollegen sind über das Ergebnis sehr erfreut.

Auch Schmids ÖVP-Gegenüber, Gemeindebund-Präsident Leo Radakovits, ist sehr zufrieden mit dem Ausgang der Verhandlungen: In einer schwierigen finanziellen Situation hätten die Gemeinden mit dem lukrierten Geld nun große Möglichkeiten neue Investitionen oder auch neue Veranlagungen könnten damit getätigt werden. Was den Verkauf der BEGAS-Aktien angeht, hatte die Gemeindeanteilsverwaltung (GVA) stets unterstrichen kein Bremsklotz sein zu wollen.

Jetzt werden die Verträge aufgesetzt; bis zum Ende dieses Jahres soll der Verkauf der Anteile über die Bühne gegangen sein. Die Fusion von BEWAG und BEGAS soll dann mit Ende 2012 umgesetzt werden. Und diese gilt in der Landesregierung nach wie vor als historischer Schritt: Von der optimalen Nutzung von Synergien sollen nicht nur die Unternehmen und der Arbeitsmarkt, sondern auch die Kunden profitieren unter anderem durch einen guten Strompreis.

DIE FUSION

Unter dem Arbeitstitel Burgenland Energie ist die Zusammenlegung von BEWAG und BEGAS bereits am Laufen. Bis zum Ende des kommenden Jahres soll die Fusion abgeschlossen sein.

Mit Übernahme der Gemeindeanteile bleibt das Land Burgenland Mehrheitseigentümer von BEWAG und BEGAS; die von der EVN dominierte Burgenland Holding bleibt Minderheitseigentümer.

Gut für die Gemeinden: GVV-Präsident Ernst Schmid.BVZ