Erstellt am 28. Juni 2012, 13:14

Einigung über Stufenplan zum Schulschwänzen. Auf einen gesetzlich festgeschriebenen Stufenplan zur Bekämpfung des Schulschwänzens haben sich Unterrichtsministerin Schmied, Familienminister Mitterlehner und Integrations-Staatssekretär Kurz geeinigt.

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In vier Stufen werden darin zunächst Gespräche zwischen Schülern, Eltern, Lehrern, Schulpsychologen, Sozialarbeitern und der Schulaufsicht sowie die Einschaltung der Jugendwohlfahrt vorgesehen. Nützt alles nichts, können Geldstrafen bis zu 440 Euro verhängt werden. Außerdem ist eine jährliche Erhebung der Zahl der Schulpflichtverletzungen geplant. Die Eckpunkte dieses Maßnahmenpakets sollen im nächsten Ministerrat beschlossen werden, hieß es in einer Aussendung.

Um Schwänzen schon im Vorfeld zu vermeiden, müssen außerdem schon zu Beginn jedes Schuljahres zwischen Schülern und Klassenlehrern Kommunikations- und Verhaltensvereinbarungen erarbeitet werden. Direktoren, Lehrer und Eltern sollen außerdem schon bei den ersten Fällen von unentschuldigtem Fehlen angehalten werden, präventiv aktiv zu werden, unterstützende Angebote zu setzen bzw. die Ursachen für das Schwänzen zu beseitigen.

Eine Schulpflichtverletzung soll dann vorliegen, wenn ein Schüler fünf unentschuldigte Fehltage bzw. 30 unentschuldigte Fehlstunden in einem Semester aufweist oder an drei aufeinanderfolgenden Tagen unentschuldigt fehlt. Kommt es zu diesem Fall, tritt der Stufenplan in Kraft.

Um die Wirksamkeit der Maßnahmen zu überprüfen, soll die Zahl der Schulpflichtverletzungen jährlich erhoben und vom Unterrichtsministerium gesammelt werden. Auf Basis dieser Schulschwänzstatistik erfolgt nach drei Jahren eine Evaluierung.