Erstellt am 12. November 2012, 14:08

Einigung zu Uni-Zugangsregelungen. Auch wenn es im Zuge des Testlaufs zur Studienplatzfinanzierung ab dem Wintersemester 2013/14 in fünf Studienfeldern bzw. 19 Studien Platzbeschränkungen geben wird, soll weiterhin jeder freie Studienwahl haben.

Zugangsregelungen seien bei dem geplanten Modell kein Automatismus, so Wissenschaftsminister Töchterle am Montag. Denn meistens gebe es genügend andere Studienorte. Durch die Anhebung der Studienplätze in den betreffenden Fächer "entsteht die Notwendigkeit vielleicht nahezu nicht" auf einen anderen Studienort ausweichen zu müssen, meinte der Minister. Dass Studenten, die ein Studium aus dem Bereich Architektur, Biologie, Informatik, Wirtschaftswissenschaften oder Pharmazie nicht an ihrer Wunschuni absolvieren können, sich dann eben an einer anderen Uni - vielleicht auch in einem anderen Bundesland - einschreiben, ist aus SP-Wissenschaftssprecherin Kuntzls Sicht realistisch. Außerdem könne die Regierung nur die Möglichkeit offen halten.

Aufnahmeverfahren soll es nur dann geben, wenn es an einer Uni mehr Interessenten als Studienplätze in einem Bereich gibt. Für die Aufnahmetests soll es dann gesetzliche Vorgaben geben. "Das wird nicht die eine, schicksalhafte Knockout-Prüfung", betonte Kuntzl. Vielmehr soll es mehrstufige Verfahren geben, die auch in das erste Semester hineinreichen können und bei denen Diskriminierung ausgeschlossen sein soll.

Die zu erwartende Verschiebung der Studentenströme durch die Platzbeschränkungen findet Töchterle positiv: "Ich befürchte diese Verschiebung nicht, ich erhoffe sie." Immerhin gebe es an anderen Universitäten bzw. in anderen Fächern oftmals noch Platz für mehr Studenten. Ziel der Studienplatzfinanzierung sei schließlich eine gute Betreuungsrelation, betonte Töchterle, und darauf liege auch der Fokus beim aktuellen Probelauf. Dazu werden auch 95 neue Professuren bzw. äquivalente Posten in den fünf Studienfeldern eingerichtet.

Jeder soll sein Wunschstudium beginnen können - wenn auch vielleicht nicht an der Universität erster Wahl", betonte SP-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) am Montag. Zugangsregelungen seien bei dem geplanten Modell kein Automatismus, so Töchterle (V). Denn meistens gebe es genügend andere Studienorte, auf die man ausweichen könne.