Erstellt am 11. Januar 2012, 14:02

Einkommensschere - Heinisch-Hosek pocht auf Transparenz. Vorsichtig zuversichtlich haben Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner am Mittwoch auf die sich langsam schließende Einkommensschere zwischen Männern und Frauen reagiert.

Kritik kam dagegen von der Opposition. Sowohl BZÖ als auch Grüne forderten konkrete Maßnahmen.
Heinisch-Hosek pochte in einer Aussendung auf Transparenz als wirksamstes Mittel gegen Lohnunterschiede. Die verpflichtenden Gehaltsangaben in Stelleninseraten seien gerade deshalb so wichtig, weil sie das in Österreich übliche Schweigen über Gehälter aufweichen würden.

Mikl-Leitner forderte in ihrer Funktion als ÖAAB-Bundesobfrau die Beseitigung der strukturellen Probleme in den Gehaltssystemen, die eine dauerhafte Benachteiligung der Frauen zur Folge hätten. Ein Ansatzpunkt sei dabei sei die Anrechnung der Karenzzeiten bei den Gehaltserhöhungen.

"Mit dem derzeitigen Schneckentempo bei der Gleichstellung werden es die Fraueneinkommen nie auf die Überholspur schaffen", kritisierte dagegen die Grüne Frauensprecherin Judith Schwentner. Bei der Gleichberechtigung brauche es gesetzliche Verpflichtungen anstatt freiwilliger Selbstverpflichtungen.

Für BZÖ-Frauensprecherin Martina Schenk ist die Bundesregierung auch in dieser Frage eindeutig gescheitert. Sie forderte einen gesetzlichen Mindestlohn in der Höhe von 1.500 Euro brutto.