Erstellt am 26. August 2013, 13:33

Eltern menschlich & finanziell gefordert. Nicht nur für viele Taferlklassler ist der Schulbeginn eine Herausforderung. Auch Eltern sehen sich mit Schwierigkeiten konfrontiert.

"Wir gehen davon aus, dass ein Viertel Probleme hat, dass sie den Schulalltag mit ihren Kindern inhaltlich, aber vor allem auch finanziell lösen", sagte die burgenländische Familienlandesrätin Verena Dunst (SPÖ) am Montag in Eisenstadt vor Journalisten. Das Burgenland stellt auch heuer wieder eine Schulstarthilfe von 100 Euro pro Kind zur Verfügung. An die Eltern wird auch appelliert, bei Bedarf vom Beratungsangebot Gebrauch zu machen.

Im Durchschnitt bedeute der Schulstart bei einem Erstklassler Ausgaben in der Höhe von rund 200 Euro für die Eltern, rechnete Dunst. Mit der Schulstarthilfe, die ab Schulbeginn bis spätestens 30. Juni 2014 beim Familienreferat beantragt werden kann, wolle man zumindest die Hälfte davon abfedern. Im Landesbudget seien zudem rund 4,5 Millionen Euro vorgesehen, um Eltern bei der Finanzierung des Kindergarten- und Kinderkrippenbesuchs finanziell unter die Arme zu greifen.

Positive Vorbereitung notwendig

Wichtig für Schulanfänger sei, dass ihre Eltern sie positiv auf die neue Umgebung vorbereiten. "Auf keinen Fall negativ über die Schule reden", riet Kinder- und Jugendanwalt Christian Reumann. Denn Kinder, die noch nie in der Schule waren, würden sich im Regelfall darauf freuen - außer, sie hörten aus ihrem Umfeld vorher Dinge wie "na, du wirst schon sehen" oder "die wer'n dir's dort schon zeigen", meinte Reumann.

Kinder seien bei Schulbeginn plötzlich mit Strukturvorgaben wie still sitzen und den Pausenabläufen konfrontiert, die für sie neu sind. Solche Umstellungen wären schon für Erwachsene schwierig, so Reumann. Aber auch bei einer positiven Vorbereitung könnten Schulanfänger mit der Situation überfordert sein. Dann wäre es wichtig, Hilfe zu suchen, etwa beim Schulpsychologischen Dienst.