Erstellt am 03. Mai 2011, 15:03

"Elternführerschein" als Erziehungshilfe. Mit einem "Elternführerschein" will das Burgenland Müttern und Vätern Hilfestellung in Erziehungsfragen geben. Ab Herbst sollen bei entsprechender Nachfrage Workshops in den Gemeinden angeboten werden, so Landesrätin Verena Dunst am Dienstag in Eisenstadt.

Landesrätin Verena Dunst: »Der Süden hat enormes Potenzial, weil die Strukturen klein sind.«  |  NOEN
Die Workshops sind auf einzelnen Modulen aufgebaut und eignen sich für Eltern von Kindern der Altersstufen von Null bis Drei, Drei bis sechs und von sechs bis zehn Jahre. Sie sind jeweils unterteilt in ein Impulsreferat und eine Zeit für Gelegenheit zum Austausch über individuelle Fragen, erläuterte Irina Posteiner-Schuller, die die Workshops durchführt.

Das Angebot gebe Müttern und Vätern Sicherheit. Außerdem sei der Austausch wichtig, "weil die Eltern sehen, sie stehen nicht alleine da." Durch den Austausch werde auch viel an Entlastung erfahren. Heute stehe bei den Angeboten die geistige und motorische Förderung der Sprösslinge im Vordergrund. "Aber die Förderung der Entwicklung der Kinder ist noch ziemlich im Hintertreffen", so Posteiner-Schuller. Es bleibe meist der Intuition der Eltern überlassen, ob Erziehung glückt. Manchmal führe Einmischung von Großeltern und Tanten zu Verunsicherung.

Eine Anmeldung zu den Workshops ist beim Familienreferat möglich. Kindergärten, Volksschulen und Gemeinden sollen eingeladen werden, Veranstaltungen zu organisieren, sagte Dunst. Die Teilnehmerzahl liege bei zehn bis 20 Personen. Ursprünglich habe man daran gedacht, den Besuch der Elternbildungs-Workshops an die Familienförderung zu koppeln oder ein Bonussystem einzuführen. Schließlich sei jedoch die Entscheidung gefallen, die Veranstaltungen für den "Elternführerschein" auf freiwilliger Basis abzuhalten.