Erstellt am 25. Januar 2012, 00:00

Endlich schwarze Zahlen. BEWAG / Die beiden Neo-Vorstände, die seit einem Jahr im Amt sind, ziehen Bilanz über ihre erste Periode beim Energiekonzern.

Die Vorstände Michael Gerbavsits und Reinhard Schweifer (v.l.) freuen sich, dass es mit der BEWAG heuer wieder aufwärts geht. SEEBACHER  |  NOEN
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Nach einem Jahr im Amt präsentierten die beiden BEWAG-Vorstände Michael Gerbavsits und Reinhard Schweifer nun ihre erste Bilanz. Und die fiel – nach drei Jahren durchgehenden Verlusten – wieder positiv aus. Das EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) stieg um 27 Millionen Euro auf 20,6 Millionen Euro und die Eigenkapital-Quote stieg von 30,7 Prozent auf 37,2 Prozent. Das gute Ergebnis bedeutet, dass an die Eigentümer diesmal doppelt so viel Dividende ausgeschüttet werden kann als im Vorjahr – nämlich elf Millionen Euro. Die guten Zahlen seien unter anderem Ergebnisse der Verkäufe von Becom, B.Net Kroatien und des BKF.

„Wir haben mit einer raschen Kurskorrektur eine solide Basis für den künftigen wirtschaftlichen Erfolg gelegt. Wir haben den Turn-Around geschafft und uns wie vorgesehen von Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehörten, getrennt“, erklärt Vorstandssprecher Michael Gerbavsits die Gründe für die jüngsten Erfolge.

Pläne für die Zukunft? „Wir werden ein Stromexporteur werden“, verspricht Schweifer. Insgesamt knapp 70 Millionen Euro werden in den nächsten Jahren in neue Leitungen und Umspannwerke im Burgenland investiert werden.

„Nichts Neues“ hingegen gebe bei den Zivilprozessen, die die beiden Ex-Vorstände Hans Lukits und Josef Münzenrieder gegen die BEWAG angestrebt haben. Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft müssen dabei noch abgewartet werden.