Erstellt am 08. Oktober 2014, 11:01

von Wolfgang Millendorfer

Engpässe: Ärzte dringend gesucht. Neue Arbeitszeiten belasten die Dienstpläne. Land zieht die Notbremse und will den Job jetzt attraktiver machen.

Ärzte-Präsident Lang: »Müssen den Nachwuchs im Land halten.«  |  NOEN, zVg
Fünf vor zwölf ist es aus Sicht von Burgenlands Ärztekammer-Präsident Michael Lang: Aufgrund bevorstehender Pensionierungen und Mangels Nachwuchs wird die Personaldecke in den Krankenhäusern dünner.

Landesrat Peter Rezar und KRAGES-Geschäftsführer René Schnedl präsentierten nun ein Maßnahmenpaket, um Jungärzte ins Land zu locken – und zu halten. Zentrale Punkte sind die Entlastung von bürokratischen Aufgaben und eine hochwertige Ausbildung. Auch das Gehalt für junge Ärzte soll steigen.

25 Stunden Dienst, dann ist Schluss … 

Damit sei man auch gerüstet für das geplante neue Arbeitszeitgesetz: Im kommenden Jahr beginnt die Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit von bis zu 72 auf maximal 48 Stunden. Im Burgenland versehen Spitalsärzte derzeit am Stück maximal 25 Stunden Dienst.

Für Lang ist das Paket ein erster, wichtiger Schritt: „Man muss den Ärzten ein attraktives Arbeitsumfeld bieten.“ Neue Modelle suchen Kammer und Rezar indes auch im niedergelassenen Bereich: „Auf lange Sicht müssen wir uns vom klassischen Landarzt verabschieden.“