Erstellt am 14. Februar 2014, 13:22

Entscheidung zu Auslandseinsätzen des Heeres offen. Eine Entscheidung über die künftigen Auslandseinsätze des österreichischen Bundesheerers ist noch nicht gefallen. Das bestätigte das Außenministerium am Freitag auf APA-Anfrage.

Die "Tiroler Tageszeitung" sowie die Tageszeitung "Österreich" hatten von einer Aufstockung der Truppen um 130 Mann im Kosovo berichtet.

Sprecher wollten Berichte nicht bestätigen

"Es gibt noch keine Einigung", so ein Sprecher im Außenamt. Derzeit fänden noch Gespräche zwischen den zuständigen Ressortchefs, Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) und Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ), statt.

Der Sprecher von Minister Klug, Andreas Strobl, wollte die Zeitungsberichte auf APA-Anfrage nicht kommentieren. Er gehe aber davon aus, dass Kurz und Klug die Entscheidung gemeinsam verkünden werden.

Laut "Österreich" sowie "TT" soll es diese bereits geben, die Einigung soll demnach nach dem Ministerrat am Dienstag offiziell bekannt gegeben werden.

Zentralafrika: Regierung hüllte sich bisher in Schweigen

Bereits vor zwei Wochen bestätigte Klug die Aufstockung des österreichischen Kontingentes der Bosnien-Mission um bis zu 130 Soldaten. Die "TT" berichtet nun auch von einem Ausbau des Einsatzes im Kosovo um ebenfalls rund 130 Mann.

Zur Beteiligung an der EU-Mission in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) hüllte sich die Regierung bisher in Schweigen und verwies auf die laufende Beurteilung der Lage.

Bereits zu Beginn der Woche wurden jedoch sechs Bundesheer-Soldaten in das Hauptquartier der EUFOR-RCA-Mission in die griechische Stadt Larissa verlegt. Laut Tagesordnung des Ministerrates am Dienstag betrifft ein Beschluss die Entsendung von etwa zehn österreichischen Stabsoffizieren in das Hauptquartier.