Erstellt am 25. März 2014, 12:34

Erhöhung der Familienbeihilfe beschlossen. Der Ministerrat hat am Dienstag die Erhöhung der Familienbeihilfe beschlossen. Wie bereits angekündigt, soll die Beihilfe mit heurigem Juli um vier Prozent angehoben werden, 2016 und 2018 um je 1,9 Prozent.

Insgesamt würden den Familien durch die Anhebung 830 Millionen Euro zu Gute kommen, sagte Wirtschaftsminister Mitterlehner im Pressefoyer nach dem Ministerrat.

Familienministerin Karmasin möchte eine monatliche Auszahlung der Familienbeihilfe umsetzen. Derzeit wird diese alle zwei Monate im Voraus ausgezahlt. Die Umstellung wünscht sich die Ministerin bis zum 1. Juli, wenn auch die Erhöhung der Familienbeihilfe wirksam wird, wie Karmasin bei einer Pressekonferenz am Dienstag sagte.

"Family Lane" geplant

Sie wolle die Familien "vom Pannenstreifen hin auf die Überholspur" bringen, meinte die Ministerin nach gut 100 Tagen in der Regierung. Um das auch wörtlich zu nehmen, setze sie sich für eine "Family Lane" ein, mit der Menschen mit Kindern etwa bei Finanzbehörden, dem Passamt oder auch dem AMS schneller vorankommen. Hier gebe es bereits einige Zusagen, man sei in der Umsetzung.

Außerdem endete am Dienstag die Begutachtungsfrist für die Novelle des Studienförderungsgesetzes, die Einbußen für Studenten durch Anhebung der Familienbeihilfe verhindern soll. Weitere Adaptierungen betreffen Studenten mit Kind: Der Zuschlag pro zu betreuendem Kind wird von 60 auf 100 Euro und die Altersgrenze für den Stipendienbezug auf 35 Jahre bei Studienbeginn angehoben.

Bei Studenten mit Geschwistern erhöht sich durch eine Anhebung der Absetzbeträge ebenfalls die Studienbeihilfe. Außerdem soll die Förderung von Auslandsaufenthalten bereits ab einem statt ab drei Monaten möglich sein.