Erstellt am 09. November 2011, 12:20

Ermittlungen gegen Strasser wegen Geldwäsche. Die Ermittlungen der Justiz in der Lobbyisten-Affäre rund um den ehemaligen EU-Abgeordneten und VP-Innenminister Strasser dauern an. Dabei werde "selbstverständlich" auch geprüft, ob es strafrechtlich relevante Zahlungsflüsse gibt, so die Korruptions-Staatsanwaltschaft (WKStA).

Die Justiz soll nicht mehr nur wegen Korruptions-, sondern auch wegen Geldwäscheverdachts ermitteln.

Dies berichtete das ORF-"Morgenjournal". Es berief sich dabei auf einen Kontoöffnungsantrag. Den bestätigte der Anwalt Strassers, Thomas Kralik. Aber er betonte, dass es "keine Zahlungen gibt, die verdächtig oder Schmiergeld sind oder aus Korruption herrühren". Die Kontoöffnung sei eine "reine Routinemaßnahme" der Staatsanwaltschaft. Der WKStA-Sprecher wollte einzelne Ermittlungsschritte nicht im Detail kommentieren - und auch nicht die Authentizität einzelner Aktenbestandteile bestätigen.

Ermittelt wird gegen Strasser wegen des Verdachts der Bestechlichkeit - nachdem er gefilmt worden war, als er britischen Journalisten, die sich als Lobbyisten ausgaben, seine Dienste bei der Einbringung einer Gesetzesänderung im EU-Parlament anbot. Laut ORF kommt nun auch der Verdacht der Geldwäsche - und zwar der seit etwas mehr als einem Jahr strafbaren Eigengeldwäsche - ins Spiel. Denn die WKStA sei bei ihren Ermittlungen offenbar auf Überweisungen von einem bisher nicht bekannten Konto der GP-Unternehmensberatungs-GesmbH gestoßen. Diese sei früher treuhändisch von Strassers Steuerberater geleitet worden, mittlerweile sei Strasser Alleingesellschafter.