Erstellt am 08. Februar 2013, 11:08

Ermittlungen gegen Stronach und Lugar eingestellt. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen Frank Stronach und seinen Klubobmann Lugar wegen des Verdachts der versuchten Bestechung eingestellt.

Das BZÖ hatte in einer Anzeige den Vorwurf erhoben, Stronach habe versucht, Abgeordnete zu kaufen sowie BZÖ-Chef Bucher 500.000 Euro für ein Überlaufen ins Team Stronach geboten. Nun droht Bucher eine Anzeige vom Team Stronach.

Stronachs Anwalt Krüger brachte eine Strafanzeige gegen Bucher wegen des Verdachts der Verleumdung ein, wie der Rechtsvertreter am Freitag erklärte. Dass 500.000 Euro geboten wurden, steht außer Streit. Das Team Stronach betonte aber stets, dass die Summe nur im Rahmen einer angedachten Kooperation mit dem BZÖ für Werbemaßnahmen geboten wurde, die bekanntlich nicht zustande kam.

Das Ermittlungsverfahren sei mit 27. Dezember 2012 eingestellt worden, bestätigte ein Sprecher der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft. Man habe die Sache rechtlich geprüft, und selbst wenn die Behauptungen in der Anzeige stimmen würden, wäre der Sachverhalt nicht gerichtlich strafbar.

Der Rechtsstreit zwischen BZÖ und Team Stronach ist damit aber nicht erledigt. Die Anzeige gegen Bucher sei der Staatsanwaltschaft Wien übergeben worden. Offen ist außerdem noch eine Klage gegen den BZÖ-Chef seitens Stronach beim Handelsgericht Wien wegen Buchers Behauptung, Stronach habe ihn um 500.000 Euro kaufen wollen.

Der Milliardär klagte auf Unterlassung, Widerruf und Veröffentlichung des Widerrufs sowie die Feststellung der Haftung für alle entstandenen Schäden. Mittlerweile liegt Krüger zufolge in der Sache eine Klagsbeantwortung des BZÖ vor, in der Bucher festhalte, dass ihm klar gewesen sei, dass das Geld nicht für ihn persönlich bestimmt gewesen wäre.