Erstellt am 29. April 2013, 11:58

Erste Hilfe kindgerecht. Im Burgenland soll Erste Hilfe und Gefahrenerkennung bereits kleinen Kindern spielerisch vermittelt werden.

Heute, Montag, fiel der Startschuss für das Projekt "ROKO", das das Burgenländische Jugendrotkreuz in die Kindergärten bringt, teilte Landesrätin Michaela Resetar (V) mit. Im Burgenland werden rund 8.500 Kinder in Betreuungseinrichtungen beim Projekt, das österreichweit ausgedehnt werden soll, teilnehmen. In Niederösterreich läuft "ROKO" bereits.

Mit Hilfe der Handpuppe "ROKO" und einem Mitmach-Heft, das die Kleinen bekommen, soll den Kindern in kindgemäßer Form Grundlagen der Ersten Hilfe vermittelt werden. Das Heft besteht aus einer Vorlese- und Mitmachgeschichte mit Seiten zum Zeichnen und Gestalten. Außerdem gibt es ein eigenes "ROKO"-Lied zum Singen.

Den Pädagoginnen werden derartige Projekte bei Leiterinnen-Tagungen vorgestellt. Neben Erste Hilfe und Erkennen von Gefahren - der Inhalt des ersten Teiles - sollen in Zukunft auch die Themen Straßenverkehr, Gesundheit und Sicherheit am Wasser ebenfalls in kindgerechter Art und Weise behandelt werden.

"Je früher das Interesse von Kindern für Sicherheit und Erste Hilfe geweckt wird, umso bewusster werden sie später den Gefahren entgegentreten und umso stärker werden Hilfsbereitschaft, Eigenverantwortlichkeit und Gemeinschaftssinn ausgebildet", so Resetar. Durch Projekte wie "ROKO" könne sinnvolles Agieren in Notfallsituationen angebahnt werden, etwa beim Hilfe holen, erläuterte sie. "Denn den eigenen Namen kennen, die eigene Adresse sagen, Hilfe holen und in altersadäquater Form sagen, was passiert ist - das können Kinder im Kindergartenalter schon lernen."