Erstellt am 18. Dezember 2013, 15:16

Erste Reise führt Minister Kurz nach Kroatien. Der neue österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) wird am Freitag seinen ersten Auslandsbesuch im neuen EU-Mitgliedsstaat Kroatien absolvieren. Kurz wird in Zagreb von Außenministerin Vesna Pusic, Staatspräsident Ivo Josipovic und Parlamentspräsident Josip Leko empfangen, heißt es in dem vom Außenministerium veröffentlichten Programm.

Kurz sagte am Mittwoch im EU-Hauptausschuss des Nationalrates, dass er Kroatien bewusst als erstes Reiseziel gewählt habe, um damit den Schwerpunkt Westbalkan in der österreichischen Außenpolitik zu unterstreichen. "In dieser Region haben wir nicht nur starke historische und kulturelle Bande, sondern auch intensive wirtschaftliche und sicherheitspolitische Interessen", betonte der ÖVP-Politiker.

Zusammenarbeit auf EU-Ebene
Kurz war in seiner Funktion als Integrationsstaatssekretär bereits im Vorjahr in Kroatien. Die Themen des Besuchs werden unter anderem die Zusammenarbeit Österreichs und Kroatiens auf EU-Ebene sowie die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und Investitionen sein. Kurz wird in der kroatischen Hauptstadt auch mit österreichischen Wirtschaftsvertretern zusammentreffen.

"Wir sind ja fast direkte Nachbarn", begründete Kurz seine Kroatien-Visite. In mehreren am Mittwoch veröffentlichten Zeitungsinterviews kündigte der ÖVP-Politiker an, nach Kroatien die Nachbarländer Österreichs besuchen zu wollen.

Zur Situation in der Ukraine meinte Kurz, dass er es sehr begrüße, dass viele junge Ukrainer so positiv zur EU eingestellt seien. "Ich möchte hier den ungewöhnlichen Zugang wählen, zu sagen, dass es eine Möglichkeit geben sollte, dass die Ukraine mit dem regionalen Partner Russland stark zusammenarbeite und sich gleichzeitig der EU annähere", zeigte sich Kurz überzeugt.

In Österreich selbst falle ihm vor allem die EU-Skepsis auf, sagte Kurz bei seinem ersten Auftritt im traditionell vor EU-Gipfeln öffentlich tagenden Hauptausschuss. Daher wolle er ein positiveres EU-Bild schaffen, betonte er.