Erstellt am 21. März 2012, 00:00

Erstes Kräftemessen bei Gerichts-Schließungen. VIER-AUGEN-GESPRÄCH / Landeschef Niessl und Justizministerin Karl diskutierten über die Schließung von Bezirksgerichten.

Strenge Positionen, sachliches Gesprächsklima: Landeshauptmann Hans Niessl verteidigt die burgenländischen Bezirksgerichte gegen die Schließungspläne von Justizministerin Beatrix Karl. FOTOS: BVZ / BALDAUF  |  NOEN
VON WOLFGANG MILLENDORFER

Schlug die Landes-SPÖ zuletzt einen durchaus scharfen Ton gegen eine „fantasielose Zusperr-Politik“ seitens des Bundes an, so herrschte beim vorwöchigen Treffen zwischen Landeshauptmann Hans Niessl und VP-Justizministerin Beatrix Karl dem Vernehmen nach eine sachliche und freundliche Atmosphäre. Im Mittelpunkt der Sondierungsgespräche standen die Bezirksgerichte, die derzeit österreichweit als „gefährdet“ gelten. Nachdem etwa in Oberösterreich Schließungen bereits fixiert wurden, will das Burgenland die Ministerin mit Argumenten überzeugen.

Erhöhte Kosten stehen den  Einsparungen gegenüber

Landeschef Niessl und Landesvize Franz Steindl betonten zuletzt eine gemeinsame Vorgehensweise, bei der es auch darum gehe, „sich Gesprächen nicht zu verschließen“. Als Argument für die Beibehaltung der sieben burgenländischen Bezirksgerichte wies Niessl darauf hin, dass die möglichen Einsparungen bei Zusammenlegungen von den Kosten der nötigen Umbaumaßnahmen überschritten würden.

Gegen die Schließung einzelner Standorte spricht man sich vor allem auch aus Gründen der Bürgernähe aus.