Erstellt am 31. Mai 2015, 15:55

von APA Red

Ertlschweiger hofft auf das zweite Mandat. In der Wahlkampfzentrale des Bündnisses Liste Burgenland (LBL) war es Sonntagnachmittag vorerst noch ruhig. "Die Hoffnung auf das zweite Mandat lebt - ganz klar", beurteilte Rouven Ertlschweiger (Team Stronach), der LBL-Listenzweite, erste sich abzeichnende Ergebnisse.

 |  NOEN, Werner Müllner
Im Moment stehe man bei vier Prozent, wenn man den Hochrechnungen Glauben schenken dürfe. "Wir hoffen auf unsere großen Gemeinden - Großhöflein, Deutschkreutz und Bad Sauerbrunn. Ich bin auch gespant, wie es in meiner Heimatgemeinde Pöttsching ausschauen wird", meinte Ertlschweiger: "Da erwarte ich mir schon noch etwas."

Mit NEOS gegenseitig "die Stimmen weggenommen"

Es sei "leider das eingetroffen, was wir vorher prognostiziert haben", sagte Ertlschweiger. Das Bündnis habe alle eingeladen, bei der Wahlplattform mitzumachen, "auch die NEOS". Leider habe man sich nun teilweise "die Stimmen weggenommen".

Ob er das Mandat annehme, falls das Bündnis es schaffen sollte, einen Sitz dazuzugewinnen, sagte Ertlschweiger noch nicht. "Ich muss einmal das endgültige Wahlergebnis abwarten, es hängt ja dann auch davon ab, wie mögliche Koalitionen ausschauen."

"Da können nicht wieder zwei Verlierer zusammengehen"

In einer Regierung mitzuarbeiten, das wäre "natürlich schon ein Thema", meinte der LBL-Politiker: "Wenn dieser Trend sich jetzt so bestätigt, kann ich mir nicht vorstellen, dass Rot und Schwarz wieder koalieren werden."

Nach 15 Jahren "können nicht wieder zwei Verlierer zusammengehen. Das würde nicht den Wählerwillen widerspiegeln", sagte Ertlschweiger. "Wir sind offen für jede Koalition, und warten die Gespräche ab. Aber jetzt ist einmal entscheidend, wie das finale Ergebnis ausschaut und dann schauen wir weiter."

Optimistisch zeigte sich auch LBL-Wahlkampfleiter Martin Klikovits: "Wo Kandidaten des Bündnisses vor Ort waren, haben wir ein sehr gutes Ergebnis eingefahren." Man könne sagen, die Stimmenanzahl sei gegenüber 2010 - nach derzeitigem Stand - in den Bezirken Güssing und Jennersdorf verdoppelt worden.