Erstellt am 20. Januar 2012, 18:41

EU-Agrarreform soll März/April 2013 fixiert werden. Die Reform der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik für den Zeitraum 2014 bis 2020 soll im März oder April 2013 beschlossen werden, sagte Roger Waite, Sprecher von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos, in Berlin.

Er rechne nicht mit Verzögerungen. Erst wenn der EU-Finanzrahmen für 2014 bis 2020 voraussichtlich Ende 2012 endgültig beschlossen werde, könne man die Agrarreform finalisieren.

Die österreichischen Bauern und Nahrungsmittelproduzenten erhielten im vergangenen Jahr von der EU rund 1,3 Mrd. Euro an Agrarförderungen. Österreich zahlte als Kofinanzierungsanteil zusätzlich 600 Mio. Euro dazu. Bei der EU-Agrarpolitik ab 2014 soll es zu einer Annäherung der Hektarprämien für Bauern in West- und Osteuropa kommen. Bei den Direktzahlungen (1. Säule) werden Österreichs Bauern laut den im Oktober 2011 präsentierten Legislativvorschlägen wenig verlieren. Offen ist hingegen noch die finanzielle Ausgestaltung der Ländlichen Entwicklung (2. Säule).

Agrarkommissar Ciolos will außerdem die Direktzahlungen an die Bauern mit zusätzlichen Umweltmaßnahmen, einem sogenannten "Greening", verknüpfen. Für die europäischen Bauernverbände sind die geplanten "Greening"-Maßnahmen zu bürokratisch und teilweise kontraproduktiv, weil Flächen stillgelegt werden sollen.