Erstellt am 16. April 2012, 11:40

EU fordert Zugang zu Energie für 500 Mio. Menschen. EU-Kommissionspräsident Barroso will bis 2030 für 500 Millionen Menschen in Entwicklungsländern den Zugang zu Energie sichern.

Bei einer EU-Konferenz mit UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon sagte Barroso in Brüssel, die Verbindung zwischen Energie und Entwicklung sei eine fundamentale. "Ohne Zugang zu Energie werden wir nicht die Millennium-Entwicklungsziele erreichen."

Der Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), Werner Hoyer, verwies darauf, dass derzeit mehr als zwei Drittel der Bevölkerung in Subsahara-Afrika "keinen Zugang zu Strom hat". Dies sei der schlechteste Wert für alle Regionen der Welt. Deswegen werde die EIB Initiativen nach nachhaltiger Energie für alle unterstützen. Dabei führte Hoyer auch Synergiemöglichkeiten an und trat für eine führenden Rolle Europas ein. Die Ziele seien nur mit öffentlichen Mitteln nicht erreichbar, auch private Investoren müssten sich einbringen. Die EIB werde bei der Darlehensvergabe für Investitionen ihren Beitrag leisten.

Ban Ki-Moon begrüßte die Initiative der EU-Kommission. Die Intention, die Energiepolitik auch für die Entwicklungspolitik an führende Stelle zu setzen, und damit den Zugang zur Energie zu verbessern, sei wichtig. Dies diene auch dem wirtschaftlichen Aufschwung.

Heute würden 20 Prozent der Menschen weltweit ohne Zugang zu Elektrizität auskommen müssen. Die EU-Kommission schlägt eine neue technische Hilfe im Ausmaß von 50 Millionen Euro in den nächsten zwei Jahren vor. Barroso kündigte auch an, dass angesichts der im Juni stattfindenden UNO-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung die EU und ihre Mitgliedsländer zusätzliche Mittel von "mehreren hundert Millionen Euro" für neue Investitionen in diesen Bereich in die Hand nehmen werden.