Erstellt am 05. März 2013, 11:39

EU unterstützt laut Fekter Bonus-Begrenzungen. Österreichs Finanzministerin Fekter sieht eine "ganz breite Zustimmung" für die Eigenkapitalrichtlinie der Banken inklusive der Begrenzung der Banker-Boni.

"Soweit mir bekannt ist, sind nur die Briten dagegen", sagte Fekter am Dienstag vor Beginn der EU-Finanzministersitzung in Brüssel. Man müsse das Gesamtpaket würdigen, "das unsere Banken stabiler aufstellt". Die gemeinsame Aufsicht habe die Deadline 14. April 2014, allerdings sollten die anderen Finanzregelungen schon vorher in Kraft sein. "Wir sollten uns hier nicht länger Zeit lassen."

Mit den Briten habe es bereits Verhandlungen im Vorfeld gegeben und die irische EU-Ratspräsidentschaft habe ebenfalls Gespräche geführt. "Wir werden sehen, welche Argumente die Briten heute vorbringen. Österreich ist für eine Begrenzung (der Banker-Boni). Also wir begrüßen den Kompromiss, es geht ja um Risikominimierung. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass übermäßiges Risiko aus Eigeninteresse eingegangen worden ist, weil die Boni so groß waren", sagte Fekter.

Nach dem Schweizer Referendum gegen zu hohe Manager-Gagen hält auch die österreichische Regierung Änderungen für möglich. Finanz-Staatssekretär Schieder bezeichnete die Schweizer Initiative am Dienstag vor dem Ministerrat als "extrem interessant". Für Wirtschaftsminister Mitterlehner wären Änderungen im Aktienrecht "vorstellbar".

Angesprochen darauf, ob sie auch persönlich für eine Beschränkung der Banker-Boni sei, meinte Fekter, "wenn im Bankensektor die Risiken überbordend werden, weil eben die Manager daran so gut verdienen, das dann aber beim Steuerzahler landet, ist es gerechtfertigt, diese Boni zu begrenzen. Also ein doppeltes Jahreseinkommen, das halte ich für nicht gerade mickrig. Daher trage ich den Kompromiss sehr gerne mit".

Negative Auswirkungen auf den europäischen Finanzsektor durch eine Beschränkung der Boni fürchtet Fekter nicht. "Man muss sich das Paket anschauen. Da sind die Boni nur eine kleine Nebenbühne. In Wirklichkeit geht es darum, dass die Eigenkapitalvorschriften der Banken ganz neu aufgestellt werden und das Risikomanagement besser gehandelt werden soll".