Erstellt am 25. Mai 2014, 14:53

von APA/Red

EU-Wahl: Wahlbeteiligung könnte sinken. Die Beteiligung an der EU-Wahl in Österreich könnte sinken.

Die Wahlbeteiligung in Wien lag auch am Nachmittag unter dem Wert von 2009: Sie betrug um 14.00 Uhr 24,33 Prozent. Das teilte die zuständige Stadträtin und Leiterin der Landeswahlbehörde, Sandra Frauenberger (SPÖ), am Nachmittag mit. Bei der Europawahl 2009 war die Beteiligung um dieselbe Zeit bei 26,80 Prozent gelegen.

Bei frühsommerlich-schwülem Wetter waren am Sonntag rund 974.000 Steirerinnen und Steirer aufgerufen, ihre Stimme bei der EU-Wahl abzugeben. Erste Rückmeldungen aus den Wahllokalen von zu Mittag sprachen von einer leicht rückläufigen Wahlbeteiligung und auffällig wenigen jungen Wählern: "Die Gruppe der Unter-25-Jährigen lässt komplett aus", meinte ein Beobachter.

Nicht viel anders waren die Eindrücke in Oberösterreich, wo 1,103.169 Bürger wahlberechtigt sind. "Zäh", "mäßig" und "geht so" war am Vormittag aus den Wahllokalen zu hören. Die ersten vereinzelt einlangenden Ergebnisse zeigten - teilweise markante - Rückgänge gegenüber der Europawahl 2009. In Niederösterreich ließ sich die Wahlbeteiligung zu Mittag noch nicht einschätzen, dürfte aber gegenüber 2009 leicht zurückgehen - bei der EU-Wahl vor fünf Jahren hatte das Bundesland mit 56,6 Prozent die höchste Wahlbeteiligung österreichweit verzeichnet.

Ausnehmend geringes Interesse gab es damals in Tirol (36,1 Prozent Beteiligung), wo diesmal bei schönem Frühsommerwetter 539.551 Personen zur Wahl schreiten könnten. Die Wahlbeteiligung lag in den ersten ausgezählten - kleineren - Gemeinden zum Teil über dem Wert von 2009.

Mit strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel präsentierte sich das EU-Wahlwetter in der Stadt Salzburg. Das Wetter motivierte offenbar auch zum Wählen. "Es ist interessant, um 11 Uhr liegen wir schon deutlich über der Wahlbeteiligung von 2009", sagte der Leiter des städtischen Wahl- und Meldeamtes Franz Schefbaumer im Gespräch. Hochgerechnet werde die Wahlbeteiligung heute über 40 Prozent liegen, prognostiziert Schefbaumer.

Davon ist in Vorarlberg nicht die Rede. Bei der EU-Wahl 2009 gaben 39,9 Prozent der Vorarlberger ihre Stimme ab. "Diesmal werden wir sicher drunter bleiben", so SPÖ-Landesgeschäftsführer Reinhold Einwallner nach einem Rundruf in einigen Gemeinden.

In Kärnten hat das frühsommerliche Wetter am Sonntag die Wähler nicht gerade zu den Urnen getrieben. Eine APA-Umfrage in mehreren Wahllokalen in Klagenfurt und dem Bezirk Villach ergab, dass am späten Vormittag kaum zehn Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben hatten. "Die Wahlbeteiligung wird schlechter als 2009 ausfallen", prognostizierte ein Beisitzer.

Ob das schöne Wetter viele Burgenländer von den Urnen fernhält, ließ sich vorerst noch nicht sagen. Die Wahlbeteiligung - sie lag 2009 landesweit bei 55,19 Prozent - dürfte zumindest leicht zurückgehen, war am späten Vormittag sowohl von der SPÖ als auch aus der ÖVP zu hören.