Erstellt am 13. Januar 2014, 22:26

Eugen Freund wird EU-Spitzenkandidat der SPÖ. Ex-ZiB-Moderator Eugen Freund wird Spitzenkandidat der SPÖ bei der EU-Wahl.

Hinter ihm dürften die EU-Parlamentarier Evelyn Regner und Jörg Leichtfried gelistet werden. Freund freut sich auf die "große Herausforderung", teilte er unter Hinweis auf die "Gremien" der SPÖ, die die Kandidaten am Donnerstag bestimmen, auf Twitter mit.

Freund bringt "Menge Erfahrung" ein

Bundeskanzler Werner Faymann freut sich, dass die SPÖ mit dem ehemaligen ZiB1-Moderator Eugen Freund einen sehr kompetenten Kandidaten als EU-Spitzenmann zur Verfügung hat. Dass Freund tatsächlich SPÖ-Spitzenkandidat wird, wollte er am Montag in der Puls 4-"News Arena" aber noch nicht formell bestätigen, weil die Parteigremien - "das sind 80 Leute" - das erst am Donnerstag beschließen.

Aber Faymann nützte die Gelegenheit, um Freund in höchsten Tönen zu loben. Der künftige SPÖ-EU-Spitzenkandidat erinnert ihn an den legendären ORF-Journalisten Hugo Portisch, bekundete der SPÖ-Chef, und pries die "Menge Erfahrung", die Freund einbringe.

Nach ORF-Aus nun Politkarriere

Freund war erst mit Jahreswechsel und gegen seinen Willen vom ORF-Bildschirm verschwunden und in den Ruhestand getreten. Der erste Ausflug in die Politik wäre es für den gebürtigen Wiener, der aber in Kärnten aufwuchs, freilich nicht. Schon in den 70er-Jahren war Freund als Pressesprecher für Außenminister Willibald Pahr tätig, der zwar parteilos, aber von der SPÖ nominiert war. Ein Jahr später ging er nach New York, um dort fünf Jahre den Presse- und Informationsdienst der Republik Österreich mit zu betreuen.

Die ORF-Karriere begann erst danach. Freund, der in jungen Jahren Artikel für "Kärntner Tageszeitung" und "profil" verfasst hatte, übte sich rasch am Bildschirm ein. Bereits in den 80er-Jahren war er als ZiB2-Moderator tätig, später unter anderem Beitragsgestalter beim Auslandsreport, in den 90er-Jahren dann US-Korrespondent und auch Büroleiter in Washington. Neben seiner ORF-Tätigkeit arbeitete er für den "CNN World Report" und publizierte unter anderem in den renommierten Wochenmagazinen "Die Zeit" und "Weltwoche".