Erstellt am 03. Oktober 2011, 01:30

Euro-Finanzminister beraten über Griechenland. Die Finanzminister der 17 Euro-Länder wollen bei ihrem Treffen am Montag in Luxemburg über wichtige Detailfragen zur EFSF-Ausweitung und zum zweiten Griechenland-Hilfspaket beraten.

Dabei geht es um die Umsetzung der Euro-Gipfelbeschlüsse vom 21. Juli. Umstritten ist zum Beispiel immer noch die Forderung Finnlands nach Extra-Garantien für Kredite an Griechenland.

Ein Thema bei dem Treffen dürften auch Spekulationen über eine effektivere Verwendung der EFSF-Mittel durch die Mobilisierung von Fremdkapital sein. Demnach könnten mit einem sogenannten Kredithebel über zusätzliche Geldgeber und Absicherungen die erweiterten EFSF-Notkredite von 440 Mrd. Euro bald auf Billionen-Beträge erhöht werden - ohne das Kapital des Rettungsfonds selbst und die Garantiesummen dafür aufzustocken.

Am Dienstag werden dann die Ressortchefs aller 27 EU-Staaten in Luxemburg beraten. Die Minister wollen eine Verschärfung des Euro-Stabilitätspaktes beschließen, die ab Jänner 2012 gelten soll, sowie schärfere Regeln für den gigantischen außerbörslichen Handel mit Derivaten und Kreditausfallversicherungen auf den Weg bringen.

Über die Auszahlung der 8 Mrd. Euro schweren nächsten Kredittranche an Griechenland wird die Ministerrunde am Montag aber noch keine Entscheidung treffen. Der Beschluss soll nach derzeitiger Planung bei einem Sondertreffen der Euro-Kassenhüter am 13. Oktober fallen.