Erstellt am 05. März 2012, 19:01

Euro-Finanzminister entscheiden Freitagnachmitttag zu Griechenland. Die Euro-Finanzminister werden Freitagnachmittag in einer Telefonkonferenz offenbar endgültig über das zweite Griechenland-Rettungspaket entscheiden.

Die Eurogruppe beginnt ihre telefonischen Beratungen um 14.00 Uhr mit open end, hieß es am Montag in EU-Ratskreisen in Brüssel.

Konkret werden die Ressortchefs das bis dahin feststehende Ergebnis der Privatgläubigerbeteiligung am Schuldenschnitt für Athen evaulieren. Sollte es eine geringere Beteiligung geben, würde noch Geld für das Gesamtpaket von 130 Milliarden Euro fehlen. Wie es in einem solchen Fall weitergeht, ist noch nicht klar.

Griechenland selbst hatte Ende Februar seine Bedingungen für die Gewährung des zweiten Hilfspakets erfüllt. Österreichs Finanzministerin Maria Fekter (V) hatte die Athener Anstrengungen als dezidiert positiv bewertet. Neben der Privatgläubigerbeteiligung ist aber auch noch der Anteil des IWF am zweiten Rettungspaket noch offen.

Das erste Rettungspaket für Griechenland umfasst 110 Milliarden inklusive eines Drittels Hilfe vom Internationalen Währungsfonds. Bisher wurden 73 Milliarden ausgegeben, 34,2 Milliarden sind noch offen. Zuletzt hatte das Hilfsinstrument ein Volumen von 107,2 Milliarden, nachdem die Slowakei sich weigerte, mitzuzahlen, und nachdem auch Portugal und Irland als Zahler wegfielen, weil sie selbst unter den Rettungsschirms EFSF geschlüpft sind.

In der Zwischenzeit sind noch vor der endgültigen Billigung des Zweiten Rettungspakets schon Stimmen für ein drittes Hilfsprogramm laut geworden. Zuletzt schloss Österreichs Kanzler Werner Faymann (S) dies auch nicht aus, und auch die Troika für Griechenland meinte, es fehle von 2015 bis 2020 noch ein externer Finanzbedarf von 50 Milliarden Euro.