Erstellt am 04. März 2012, 14:34

Experte sieht "Verschleierung des Budgetdefizits". Der Steuerrechtsexperte Werner Doralt kritisiert die im Rahmen des Sparpakets geplante Steuervorauszahlung auf Betriebspensionen als "Verschleierung des Budgetdefizits".

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Künftige Firmenpensionen statt bei der Auszahlung schon jetzt, dafür aber schonend zu besteuern, sei "doppelter Unfug", meinte er. Die Einnahmen würden später abgehen, zudem begünstigte dies Spitzenverdiener.

Für Doralt handelt es sich bei der Steuervorauszahlung um eine Art Fremdfinanzierung zulasten künftiger Steuereinnahmen der nächsten dreißig bis vierzig Jahre. Die Begünstigung von Spitzenverdienern sieht er dadurch, dass Firmenpensionen vor allem gut verdienenden Managern gewährt würden, die am meisten von einer solchen Maßnahme profitierten. "Die Finanzministerin wählt damit eine extrem teure Finanzierungsform zur Abdeckung des Budgetdefizits, ausgerechnet zugunsten vor allem jener Steuerpflichtigen, für die man gerade die Reichensteuer eingeführt hat", so der Steuerexperte.