Erstellt am 08. Januar 2015, 05:58

Extremismus: „Beraten statt ausgrenzen“. Hotline für Extremismus-Beratung: Bereits mehr als 70 Anrufe. Auch an heimischen Schulen ist man wachsam.

 |  NOEN, zVg

Rund 150 Österreicher sind laut aktuellen Fällen direkt in den Terror der Organisation „Islamischer Staat“ (IS) verwickelt. Im Burgenland ist derzeit kein Fall bekannt; mit Präventionsarbeit will man nun verhindern, dass extremistische Strömungen bei der Jugend Platz finden.

Radikale Ausdrücke und Symbole als Anzeichen

So stellte Familienministerin Sophie Karmasin mit Landesvize Franz Steindl und Landesrätin Michaela Resetar mit der „Beratungsstelle Extremismus“ kürzlich eine Hotline vor, die in Verdachtsfällen Unterstützung bietet.

Bemerkt man speziell bei Schülern und Jugendlichen Veränderungen – etwa durch radikale Ausdrucksweisen, einschlägige Symbole oder Internetseiten – gibt es neben der Hotline auch mobile Teams. Bei Gefahrensituationen wird der Verfassungsschutz eingeschaltet.

„Integration und Beratung ist das wirksamste Mittel“

Dass die Notwendigkeit einer solchen Beratung gegeben ist, zeigen erste Zahlen: Mehr als 70 Anfragen sind bereits bei der Hotline eingegangen. Karmasin und die Landes-ÖVP verweisen auf den Grundsatz: „Integration und Beratung ist das wirksamste Mittel gegen Extremismus.“

Auf Prävention setzt man im schulischen Bereich, wie im Büro des amtsführenden Landesschulratspräsidenten Heinz Josef Zitz betont wird: Direktoren und Lehrer sind angewiesen, in Verdachtsfällen die Schulaufsicht zu verständigen; der Verfassungsschutz prüft dann, ob Gefahr im Verzug ist.