Erstellt am 31. Mai 2013, 13:34

Fachhochschulen wollen mehr Plätze und mehr Geld. Die Vorlage eines neuen Fachhochschul-Entwicklungsplans mit mehr Plätzen und einer erhöhten Förderung pro Studienplatz fordern Fachhochschul-Konferenz und Arbeiterkammer.

Konkret soll die Zahl der Studienplätze an Fachhochschulen (FH) bis 2020 von derzeit 41.000 auf 60.000, der Fördersatz pro Studienplatz von durchschnittlich 7.000 Euro auf 7.500 Euro steigen.

"Die FH brauchen noch vor dem Sommer die Vorlage eines neuen Fachhochschulplans", so der Präsident der FH-Konferenz, Helmut Holzinger. Der aktuelle Entwicklungsplan endet im Sommer 2013. Bis 2015 läuft darüber hinaus über die Hochschulmilliarde ein 40 Mio. Euro schweres Programm, das den Ausbau auf rund 44.000 Plätze vorsieht.

"Wir bauen die Fachhochschulen gezielt aus und schaffen bis 2015 rund 4.000 zusätzliche Studienplätze", so Wissenschaftsminister Töchterle in einer Aussendung. Aktuell laufe die dritte Ausschreibungsrunde - "und auch danach soll nicht Schluss sein".

Bei einem Ausbau der Anfänger-Studienplätze um 1.350 pro Jahr würden bis 2020 18.900 zusätzliche Plätze entstehen, so Holzinger. Damit würde die Zahl der Studienplätze auf 60.000 und der Anteil der FH-Studenten an der Studenten-Gesamtzahl von derzeit zwölf auf 20 Prozent steigen. Zum Vergleich: Laut einer Expertenempfehlung zum Hochschulplan sollte Österreich künftig 40 Prozent der Studierenden an FH haben, in der Schweiz und in Deutschland sind es derzeit rund 30 Prozent.

Gleichzeitig forderte Holzinger auch die Valorisierung der Fördersätze. Seit 2009 bekommen die FH pro besetztem Studienplatz im Schnitt rund 7.000 Euro vom Bund, der Fördersatz steigt mit dem Technikanteil des Studiums. "Seit 2009 sind die Kosten aber um rund 7,5 Prozent gestiegen", so Holzinger - dementsprechend müsse auch der Fördersatz auf durchschnittlich 7.500 Euro angehoben werden.

Für AK-Präsident Rudolf Kaske ist es ein "untragbarer Zustand, dass die FH derzeit 39.000 von 55.000 Bewerbern pro Jahr wegschicken müssen". Daher unterstützt er die Forderung nach einem massiven Ausbau der Plätze. Kaske spricht sich auch für die Abschaffung der Studiengebühren an FH aus.