Erstellt am 30. Juli 2014, 07:01

von Wolfgang Millendorfer

Fahrplan für Verkehr. Rund 23.000 nahmen an der Verkehrs-Befragung teil. Auf Kritikpunkte soll mit konkreten Maßnahmen geantwortet werden.

Startklar für die Zukunft: Die Verkehrsverbund-Ostregion-Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Thomas Bohrn, Andreas Friedwagner, Landeshauptmann Hans Niessl, Werner Rosinak und Koordinator Peter Zinggl (v.l.) präsentierten die Umfrage-Ergebnisse. Im Rahmen einer Enquete wird am 1. Oktober weiterdiskutiert. Foto: Millendorfer  |  NOEN, Millendorfer
Es war die größte Bürgerbeteiligungsaktion des Landes – und in den kommenden fünf Jahren sollen Taten folgen: Rund 23.000 Burgenländer nahmen an der Befragung zur Gesamtverkehrsstrategie teil. Jetzt präsentierten Landeschef Hans Niessl und Co. erste Pläne.

Neben dem Wunsch nach mehr öffentlichem Verkehr und besseren Verbindungen für die Pendler stehen auch Radwege und Lückenschlüsse bei hochrangigen Straßen auf der To-Do-Liste. In Abstimmung mit Experten und Planern sollen die einzelnen Schritte umgesetzt werden, so Niessl.

„Nord-Süd-Gefälle im öffentlichen Verkehr“

Bei den Bürgerversammlungen in den Bezirken hatten sich aber auch Kritikpunkte gezeigt: So klagt man etwa über ein „Nord-Süd-Gefälle“, was die Investitionen in den öffentlichen Verkehr angeht. Eine Machbarkeitsstudie soll nun die Bahnverbindungen rund um Oberwart neu bewerten.

Grünen-Sprecherin Regina Petrik fordert hier rasche Maßnahmen. Ebenso VP-Verkehrssprecher Thomas Steiner, der zudem den Bau der S7 und den Ausbau der A4 als wichtige Ziele nennt.

Für FPÖ-Chef Hans Tschürtz hat indes eine Verlängerung der S31 durchs ganze Land Priorität. LBL-Abgeordneter Manfred Kölly fordert den Ausbau von „Sackgassen“ und mehr öffentlichen Verkehr. Mit Spannung erwartet wird jetzt die Verkehrs-Enquete, die im Herbst konkrete Maßnahmen aufzeigen soll.