Erstellt am 26. November 2013, 23:59

von Michael Pekovics

Falsch kalkuliert. Krankenhaus Oberwart / Sanierung ist so gut wie vom Tisch. Im Hintergrund wird bereits der Neubau geplant. Entscheidung noch heuer.

 |  NOEN, Michael Pekovics BVZ
Von Michael Pekovics

Die Generalsanierung des Oberwarter Krankenhauses ist so gut wie vom Tisch. Offiziell sagt das zwar noch niemand, aber hinter vorgehaltener Hand mehren sich die Stimmen für einen Neubau, seit vergangene Woche bekannt wurde, dass der Zustand der Bausubstanz schlechter als befürchtet ist. Laut einer Evaluierung des Projekts durch die Belig soll ein Neubau nicht wesentlich mehr Kosten verursachen als eine Sanierung, bei der immer wieder „Überraschungen“ auftreten können.

Laut Rezar habe ein Neubau zahlreiche Vorteile: „Keine Belastung für die Patienten, Fixpreisgarantie, Zeitersparnis von sieben Monaten und Einsparungen bei den Betriebskosten.“ Die Entscheidung darüber soll noch im heurigen Jahr fallen. Der Standort Oberwart stehe aber außer Frage.

Seitens der KRAGES wurden die Weichen für einen Neubau aber so gut wie gestellt: Zum einen durch einen einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrates, zum anderen, weil die Grundstücke zwischen Krankenhaus und dem Wirtschaftshof der Stadtgemeinde bereits angekauft wurden.

„Kosten für Sanierung so hoch wie für Neubau"

Fraglich ist nur, welche Kosten auf das Land zukommen werden. Ursprünglich wurden die Ausgaben für die Generalsanierung bei laufendem Betrieb seitens der Politik auf maximal 100 Millionen Euro „gedeckelt“. Experten sprechen nun aber von einem Mindestaufwand von 150 Millionen Euro. Konkrete Zahlen will Rezar aber nicht kommentieren: „Unsere Experten gehen davon aus, dass die Kosten für Sanierung oder Neubau in etwa gleich wären.“

FPÖ: „Beispielloses Desaster“

Harte Kritik kommt von der FPÖ. Die Oberwarter Abgeordnete Ilse Benkö spricht von einem „beispiellosen Desaster“: „Mir kann niemand erklären, dass man erst nach über einem halben Jahrzehnt auf die schlechte Bausubstanz aufmerksam wird.“ Gemeinsam mit FPÖ-Landeschef Hans Tschürtz fordert sie nun eine Sondersitzung des Landtages.