Erstellt am 22. November 2011, 12:02

Falsche Faymann-Freunde schreiben auch Leserbriefe. Bundeskanzler Faymanns imaginäre Freunde scheinen nicht nur auf Facebook aktiv zu sein, sondern auch Leserbriefe zu schreiben.

Die der SPÖ sonst nicht unfreundlich gesinnte Gratiszeitung "heute" berichtete am Dienstag von regelmäßig per E-Mail eintrudelnden Schreiben, die sich zur SPÖ zurückverfolgen ließen. Bundesgeschäftsführerin Rudas gab sich überrascht.

Laut "heute" greifen Personen mit Namen wie Sabine Huber, Lisa Huber, Christoph Huber oder Johann Huber auffälligerweise immer dann zur Feder, wenn es gilt, Faymann oder Verteidigungsminister Norbert Darabos zu verteidigen. Die via Webmail abgesendeten Leserbriefe ließen sich nach Angaben der Zeitung trotz Verschleierungsversuchen zu einer IP-Adresse der SPÖ zurückverfolgen. Beigefügte Fotos kämen zudem von der Bilder-Website "fotolia.com".

Rudas versprach die genaue Prüfung der Vorwürfe. Sollten sie den Tatsachen entsprechen, werde dies umgehend abgestellt. Ein SPÖ-Sprecher bestätigte auf APA-Anfrage, dass die genannte IP-Adresse tatsächlich zur SPÖ gehört. Auch er versprach Konsequenzen, zunächst müsse man sich aber ansehen, ob die Vorwürfe auch stimmten.

FPÖ und BZÖ reagierten mit Spott und Hohn. Faymann werde immer mehr zum Alpen-Berlusconi, ätzte FPÖ-Generalsekretär Kickl, der Kanzler betreibe Selbstbeweihräucherung auf Steuerzahlerkosten. BZÖ-Bündniskoordinator Fauland sprach von einem PR-Desaster. "Fakemann Faymann belügt und betrügt hier die Österreicherinnen und Österreicher."