Erstellt am 05. September 2015, 13:40

Faymann gibt keine Prognosen. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) kann nicht sagen, wie lange die "Ausnahmesituation" mit der offenen Grenze Richtung Ungarn noch andauern wird.

 |  NOEN, APA
 Im Gespräch mit Journalisten am Rande des SPÖ-Themenrats konnte er auch nicht genau beziffern, wie viele Flüchtlinge er in den kommenden Tagen erwarte bzw. wie viele von diesen in Österreich bleiben wollten.

Versichert wurde von Faymann, dass das Vorgehen mit Deutschland abgestimmt sei und dass es sich um keine Dauerlösung handeln könne. Daher sei es bei der Öffnung der Grenze auch nicht um die Lösung der Flüchtlingsfrage insgesamt gegangen sondern um jene der dramatischen Situation vergangene Nacht.

Einmal mehr Druck machte der Kanzler Richtung EU. Sobald wie möglich wünscht sich Faymann einen Sondergipfel, wie es bei Griechenland ja auch funktioniert habe: "Damals ist es um den Zusammenbruch der Banken gegangen. Jetzt geht es um den Zusammenbruch der Menschlichkeit in Europa."

Unabdingbar ist für Faymann, die europäischen Grenzen gemeinsam zu kontrollieren. Zusätzliche brauche es eine Quotenlösung zur Verteilung der Flüchtlinge. Denn Österreich, Deutschland und Schweden alleine könnten die Zahl der Flüchtlinge nicht alleine bewältigen. Der Kanzler selbst wird am Montag in die Slowakei und nach Tschechien reisen, bisher jeweils vehemente Quotengegner.