Erstellt am 14. Oktober 2012, 20:00

Faymann sieht Fiskalpakt als Grund für Pleite. Nach Parteitag: SPÖ-Chef will besser kommunizieren. Man müsse die Europa-Politik besser erklären.

Bundeskanzler Werner Faymann (S) glaubt, dass die Zustimmung zum Fiskalpakt ein Hauptgrund für sein historisch schwaches Abschneiden bei der Wiederwahl zum SPÖ-Chef war. Möglicherweise sei auch die Neupositionierung in der Bundesheer-Debatte nicht ideal kommuniziert worden. Entsprechende Angaben machte er in mehreren Interviews Sonntagabend einen Tag, nachdem er beim Parteitag in St. Pölten nur gut 83 Prozent der Delegierten überzeugen hatte können.

Faymann verteidigte den Fiskalpakt: "Das sind Maßnahmen, die sind notwendig." Er versprach rhetorische Besserung. Man müsse die Europa-Politik besser erklären.

Er habe verstanden, dass man über viele Fragen bereits "in einem früheren Stadium reden" müsse, erklärte Faymann. Dem Kanzler ist auch bewusst, dass die Kehrtwende der SPÖ von der Wehrpflicht zum Berufsheer "nicht ideal vorbereitet worden" sei.

Dass er so viele Streichungen bekommen hat, nimmt Faymann eher fatalistisch hin: "Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann - nicht einmal in der eigenen Partei."