Erstellt am 12. März 2014, 10:17

Faymann stärkt Heinisch-Hosek den Rücken. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat am Mittwoch Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) in ihrer Entscheidung für den Bildungsstopp-Test den Rücken gestärkt.

Die Daten seien nicht sicher, und das zuzugeben und die Konsequenzen zu ziehen, sei besser, als die Augen vor dem Problem zu verschließen, sagte er im Pressefoyer nach dem Ministerrat. Heinisch-Hosek habe in der Regierungssitzung ausführlich über die Schülerdaten-Causa berichtet und "gesagt, die Datensicherheit ist nicht vorhanden", so Faymann. "An dem wird gearbeitet, aber die gibt's zur Stunde nicht." Bestimmte Tests auszusetzen, sei daher auch keine Frage der Ideologie, sondern eine der Verantwortung.

Bedauernd äußerte sich Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP), der es "schade" findet, "dass wir die Tests nicht fortführen und die Experten nicht in der Lage sind, das Problem zu lösen", wie er vor dem Ministerrat sagte. Dies sei vor allem deshalb "bedauerlich", weil somit die Vergleichbarkeit entfalle. Dies gab auch Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) zu bedenken, meinte aber zugleich, es gelte hier "abzuwägen", und sie verstehe die "Entscheidung zu Gunsten der Datensicherheit".