Erstellt am 28. Januar 2011, 12:05

Faymann steht zu Darabos. Bundeskanzler Werner Faymann stärkt Verteidigungsminister Norbert Darabos angesichts der Attacken aus der ÖVP den Rücken.

"Ich stehe zu Norbert Darabos", sagte Faymann am Freitag am Rande einer Pressekonferenz. Er plädiert an den Koalitionspartner, die Gespräche "auf Sachebene" zu führen und verwies diesbezüglich auf die für Montag geplante erste rot-schwarze Verhandlungsrunde zur Sicherheitsdoktrin.

Bei der Sicherheitsdoktrin hält Faymann Ergebnisse schon "in den nächsten Tagen" für möglich. Angesichts der jüngsten Attacken der ÖVP auf Darabos - am Donnerstag hatte Klubchef Karlheinz Kopf dem Minister die Manipulation des Modellberichts für ein Freiwilligenheer vorgeworfen und von einem "Alarmsignal" gesprochen - meinte Faymann, er habe am Freitag ein Gespräch mit Vizekanzler Josef Pröll (V) darüber geführt: "Das ist für mich die ÖVP."

Er habe jedenfalls "großes Vertrauen" zu Darabos, versicherte Faymann. Angesichts der skeptischen Äußerungen von Salzburgs Landeshauptfrau und SP-Chefin Gabi Burgstaller, für die das Ende der Wehrpflicht "nicht in Stein gemeißelt" ist, verwies Faymann auf die Parteilinie: Man habe beschlossen, das von Darabos vorgelegte Modell des Freiwilligenheeres zu vertiefen. Es gebe innerhalb der SPÖ eine "ganz klare Präferenz für eine Alternative zur allgemeinen Wehrpflicht", so Faymann.

Eigentliches Thema der Pressekonferenz war übrigens das 15-jährige Bestehen der "Regionalmanagementteams", die für die Koordination von EU-Regionalförderungen zuständig sind. In dieser Zeit seien EU-Förderungen von vier Mrd. Euro an rund 25.000 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 13 Mrd. Euro geflossen. Es gehe darum, das Aussterben des ländlichen Raumes zu verhindern und Arbeitsplätze in den Regionen zu sichern, bekundete Faymann, bevor er zum Fotoshooting mit den ins Kanzleramt gekommenen "Regionalmanagern" schritt.