Erstellt am 10. August 2013, 12:51

Faymann warb für "sichere Pensionen". "Wir müssen absichern, was wir geschaffen haben und verbessern, was dringend notwendig ist", hieß es aus dem Gewerkschaftssaal in der AK St. Pölten.

 |  NOEN, GEORG HOCHMUTH
St. Pölten - Randvoll besetzter Gewerkschaftssaal in der Arbeiterkammer in St. Pölten: Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat am Samstag in der niederösterreichischen Landeshauptstadt die Eckpunkte seines Wahlprogrammes den St. Pöltenern vorgestellt. "Für sichere Pensionen" und eine "gerechte Zukunft" trat der Kanzler ein:"Wir müssen absichern, was wir geschaffen haben und verbessern, was dringend notwendig ist."

Verdienste der heutige Pensionisten

Mit den Worten "Junge und ältere Menschen sollen nicht gegeneinander aufgehetzt werden" begann Faymann seine "Rede an die ältere Generation". Dass Österreich ein sehr starkes und schönes Land ist, sei den heutigen Pensionisten zu verdanken, die in den Nachkriegsjahren "die Ärmel aufgekrempelt" haben. Allen Kritikern, die die Pensionen für zu hoch ansehen, erteilte der Kanzler eine klare Absage: "Da kann man nur sagen, diese Zyniker kann man sich nicht leisten."

Klar war für Faymann auch, dass eine faire Gesellschaft nur mit einer gerechten Verteilung möglich sei. In diesem Zusammenhang erwähnte er die Einführung einer Millionärsabgabe und der Finanztransaktionssteuer: "Jene, die Milliarden mit Immobilien und anderen Konstruktionen verdienen, müssen verstärkt herangezogen werden."

Absagen an ÖVP-Vorschläge

Kritik äußerte der Kanzler gegenüber der vom Regierungspartner ÖVP erstellten Studie über Österreich als Wirtschaftsstandort: "Wir sind ein starkes und schönes Land, das in der EU an dritter Stelle bei der Wirtschaftskraft liegt. Das dürfen wir im Wahlkampf nicht aufs Spiel setzen." Ebenso erteilte er eine deutliche Absage an die Einführung eines 12-Stunden-Arbeitstages und die Anhebung des Frauenpensionsalters.

Im Anschluss lud der Kanzler zu einem persönlichen Gespräch bei Kaffee und Kuchen. Begleitet wurde Faymann unter anderem von Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ-NÖ Vorsitzenden Matthias Stadler und der niederösterreichischen Landes-Vize Karin Renner.