Erstellt am 18. Januar 2013, 12:26

Faymann will Ergebnis der Volksbefragung umsetzen. Im Endspurt vor der Bundesheer-Volksbefragung hat die SPÖ mit Werner Faymann an der Spitze am Freitag noch einmal ihre Argumente für ein Berufsheer dargelegt.

Der Parteivorsitzende bekräftigte, dass das Ergebnis unabhängig von der Beteiligung umzusetzen ist. Gemeinsam mit Verteidigungsminister Darabos und Sozialminister Hundstorfer appellierte er an die Bevölkerung, ihre Stimme abzugeben.

Die Grünen hatten heute Verhandlungen über Darabos' Berufsheer-Modell gefordert. Nichtsdestotrotz geht der Kanzler davon aus, dass die Entscheidung vom Sonntag umgesetzt wird und ist sich "ganz sicher", dass sich die Parlamentsparteien daran halten werden. "So viel Respekt vor der Bevölkerung haben die Parteien und ich werde auch dafür sorgen", versicherte Faymann.

Dass es kein notwendiges Quorum gibt, ab dem ein Ergebnis anerkannt werden muss, habe das österreichische Parlament so beschlossen. "Unsere Regel lautet: Wer hingeht, entscheidet. Es zählt die Teilnahme", erklärte Faymann und bat die Bevölkerung, "am Sonntag von der Möglichkeit der Befragung Gebrauch zu machen und zu wählen". Er hofft, dass sich diese dann "für Freiwilligkeit und nicht Zwang" entscheidet.

"Alle ab 16 sind aufgerufen, an der Befragung teilzunehmen", hielt auch Hundstorfer fest. Der Sozialminister warb einmal mehr für sein Modell des freiwilligen Sozialjahres, das unabhängig von Geschlecht und Alter allen offen stehe. Er zeigte sich "ganz entspannt", dass man die benötigten 8.000 Menschen hierfür finden werde.

Darabos sprach von einer "Richtungsentscheidung" für das Bundesheer, tausende junge Männer und die Sicherheit. Dabei sei die Frage "leicht": "Wollen wir konservativ verharren oder gehen wir den Weg der motivierten Freiwilligkeit?" Auch der Verteidigungsminister zeigte sich überzeugt, dass sich genügend Männer und Frauen finden, die die Uniform anziehen wollen.

Auch Darabos rief zur Teilnahme auf und wünscht sich: "Ich bitte ebenfalls die Österreicherinnen und Österreicher an der Befragung teilzunehmen, hinzugehen, das Kreuz zu machen, am besten an der besten Stelle, nämlich für ein Berufsheer."