Erstellt am 01. September 2011, 09:53

FCG-Chef weist Vorwürfe in Telekom-Affäre zurück. Der Vorsitzende der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) im ÖGB, Norbert Schnedl, weist Vorwürfe in der Telekom-Affäre zurück. Die Wiener Landesorganisation der FCG soll über die Valora-Agentur des Lobbyisten Peter Hochegger insgesamt 80.000 Euro von der Telekom erhalten haben. Schnedl bestätigte, dass Geld geflossen ist, die Summe bestätigte er allerdings nicht.

Gleichzeitig betonte Schnedl, dass die FCG dafür auch Leistungen erbracht habe: "Es gibt für die Zahlungen konkrete Gegenleistungen. Da ist überhaupt nichts Anrüchiges dran." Die FCG-Wien hatte eine mehrjährige Kooperation mit der Telekom, erläuterte Schnedl. Die FCG habe dafür Veranstaltungen organisiert, etwa eine zum Thema Teleworking oder eine andere zur Unterstützung der Breitband-Initiative. Auch Inserate der Telekom seien in Medien der FCG-Wien geschaltet worden und bei Veranstaltungen seien Werbemittel der Telekom verteilt worden.

Die 80.000 Euro dementierte der FCG-Vorsitzende allerdings. "Die Kooperation macht deutlich weniger aus", betonte er ohne eine konkrete Zahl zu nennen. Dass die Zahlungen über die Hochegger-Agentur abgewickelt wurden, sei Wunsch der Telekom gewesen.

Gestern hatte sich bereits der ÖAAB gegen Vorwürfe gewehrt, von der Telekom 15.000 Euro bekommen zu haben. Auch der Arbeitnehmerbund der ÖVP hatte betont, dass es für die Zahlungen Gegenleistungen gegeben habe.