Erstellt am 05. Mai 2012, 13:14

Fekter: 20 Prozent mehr Gehalt für Junglehrer. Junglehrer sollen nach Angaben von Finanzministerin Fekter künftig wöchentlich mindestens drei Stunden mehr an der Schule verbringen, dafür soll es aber ein Fünftel mehr Gehalt geben.

Das berichten übereinstimmend mehrere Tageszeitungen. Laut "Presse" und "Oberösterreichischen Nachrichten" sollen neu eintretende Lehrer ab 2013/14 unabhängig vom Schultyp ein Gehalt von 2.400 Euro brutto beziehen.

Für die an Pädagogischen Hochschulen ausgebildeten Pflichtschullehrer wären das die von Fekter genannten 20 Prozent mehr als derzeit, für die Lehrer an weiterführenden Schulen (AHS, berufsbildende höhere Schulen) mit ihrer längeren Uni-Ausbildung zehn Prozent mehr.

Über den Entwurf für das neue Lehrerdienstrecht wurde zwischen Gewerkschaft und Regierung eigentlich Stillschweigen vereinbart. Die Tageszeitung "Österreich" berichtet über drei Varianten: demnach soll das Gehalts-Plus von 20 Prozent 5,5 Stunden mehr Unterricht pro Woche abgelten, bei 15 Prozent wären es vier Stunden und bei 10 Prozent drei Stunden zusätzlicher Unterricht.

Das einheitliche Grundgehalt relativiert sich durch die im Vorschlag geplanten Zulagen, Unterrichtsministerin Schmied hatte ja eine unterschiedliche Bezahlung je nach Funktion angekündigt: Laut den Berichten soll es für Schularbeitsfächer wie Mathematik mehr geben als etwa für Musik oder Turnen. Spezialaufgaben wie Management oder Arbeit in Klassen mit besonders vielen Schülern mit Migrationshintergrund sollen ebenfalls zusätzlich entlohnt werden. Laut "Kleiner Zeitung" soll es außerdem Unterschiede nach Schulstufen geben, Unterricht an der AHS-Unterstufe würde demnach weniger einbringen als an der Oberstufe.

Aus dem Unterrichtsministerium wurden die Berichte mit Hinweis auf das vereinbarte Stillschweigen nicht kommentiert. Inhaltlich wollte auch Paul Kimberger, Chef der ARGE Lehrer in der Gewerkschaft, nichts zu den kolportierten Inhalten sagen. Er betonte allerdings, er könne ausschließen, dass die Lehrervertretung Informationen an Medien weitergegeben hat. Das könnte sich allerdings bald ändern, denn er gehe davon aus, dass für beide Seiten die gleichen Spielregeln gelten, sobald das Stillschweigen gebrochen wurde.