Erstellt am 19. Februar 2012, 13:39

Fekter glaubt an Einigung auf neues Griechen-Paket. Finanzministerin Fekter geht davon aus, dass die Finanzminister der Eurozone am Montag in Brüssel das zweite Athen-Hilfspaket in Höhe von 130 Mrd. Euro auf den Weg bringen.

Alle Details stünden aber noch nicht fest. "Intensive Verhandlungen" werde es insbesondere noch über die Kontrollmechanismen geben, sagte Fekter in der ORF-"Pressestunde" am Sonntag.

Das Hilfspaket sei "ganz streng an Auflagen gekoppelt", betonte Fekter. Derzeit habe die Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) die Kontrolle inne. "Ob dieses (Kontrollinstrument) so aufrecht bleibt oder ob man ein neues schafft, wird derzeit diskutiert", sagte die Finanzministerin.

Für Fekter ist es "alternativlos, dass sich Griechenland wettbewerbsfähig macht". Einen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone schließt sie aus, zumal Athen selbst den Wunsch geäußert habe, die Gemeinschaftswährung beizubehalten. Die Euro-Finanzminister seien sich einig, "dass wir Griechenland nicht im Stich lassen". Auch bei einem Ausscheiden aus der Eurozone hätte Griechenland laut Fekter nicht alle Probleme gelöst, denn ein Großteil der Schulden bleibe ja in Euro bestehen. "Ein abgewerteter Drachme hätte es noch schwieriger, diese Schulden zu begleichen."

Der Weg, den Griechenland nun eingeschlagen hat, nämlich eisern zu sparen, sei der "wesentlich schmerzhaftere", räumte die Ministerin ein. Aber solange im griechischen Parlament Beschlüsse in Richtung Reformen gefasst werden, "können wir uns darauf verlassen, dass die Mehrheit den Weg zu gehen will", so Fekter. "Ich glaube nicht, dass es eine Mehrheit gibt, einen anderen Weg einzuschlagen."