Erstellt am 11. Oktober 2011, 11:32

Fekter hegt Zweifel an Modell zu Pensionen. Finanzministerin Fekter hat sich zu den Vorschlägen der Sozialpartner zur Erhöhung des faktischen Pensionsalters am Dienstag vor dem Ministerrat skeptisch gezeigt.

Sie lasse in ihrem Ressort durchrechnen, ob die Vorschläge nicht mehr kosten als sie bringen. Unterdessen stoßen die Maßnahmen zur Erhöhung des faktischen Pensionsalters innerhalb der Koalition weiterhin auf geteilte Meinungen.

Es sei aber "eigenartig", wenn der Steuerzahler für Frühpensionen zahle, so Fekter zu dem Sozialpartnermodell. Das gesetzliche Pensionsalter liege nämlich bei 65. Wenn man Prämien dafür zahle, dass jemand bis 62 arbeite, sei das schon "sehr eigenartig". Ziel sei es jedenfalls, das faktische an das gesetzliche Pensionsalter anzunähern. Sie werde daher die Vorschläge der Sozialpartner durchrechnen lassen.

Die ÖVP spricht auch in Bezug auf die Erhöhung des Pensionsalters von notwendigen Nachschärfungen. So meinte Wirtschaftsminister Mitterlehner, dass die angepeilte Erhöhung um zwei Jahre "in der Praxis" weniger sein werde. Deswegen werde man "nachschärfen müssen".

Sozialminister Hundstorfer zeigte sich da weit optimistischer. Die vorgeschlagenen Maßnahmen würden für eine Erhöhung um zwei Jahre reichen. "Dass es immer Menschen gibt, die sagen, das ist zu wenig, damit muss man leben", so Hundstorfer in Richtung ÖVP. Er möchte jedenfalls demnächst die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen angehen. Nächste Woche soll es schon eine erste Runde mit Experten geben und ein Zeitplan erstellt werden. Der Sozialminister geht davon aus, dass ein Teil der Maßnahmen rasch umgesetzt werden könne, ein anderer Teil dagegen längere Vorlaufzeiten brauche.