Erstellt am 14. September 2012, 08:37

Fekter sieht "signifikante Entspannung" der Krise. Finanzministerin Fekter sieht eine "signifikante Entspannung" in der Euro-Krise. "

Die institutionellen Entscheidungen einerseits und die Entscheidung über den ESM sowie über die Anleihenkäufe unter Bedingungen von der EZB haben doch eine signifikante Entspannung gebracht", sagte Fekter vor Beginn der Sitzung der Eurogruppe Freitagvormittag in Nikosia. "Damit sind wir institutionell so breit aufgestellt, man spürt jetzt, dass sich die Vorbereitungsarbeiten der letzten Monate gelohnt haben. Europa ist stabilisiert". Zur Lage in Griechenland merkte sie an, die Regierung in Athen habe ein "sehr ambitioniertes Budget vorgelegt". Fekter: "Wir werden den Griechen dann die Zeit geben, die sie dafür brauchen. Mehr Geld wird's wahrscheinlich nicht geben."

Auf Spanien angesprochen, werde es einen Bericht geben, wie groß der Finanzbetrag, den die spanischen Banken brauchen, tatsächlich ist. Sie erwarte sich, dass klargemacht werde, wie weit der Vertrag mit Spanien, also das Memorandum, umgesetzt sei. Weitere Hilfsanträge erwarte sie derzeit nicht. Aber "wir sind gerüstet für alle möglichen Phänomene, die uns noch begegnen. Wir sind derzeit gut aufgestellt, wie die Implementierung beim ESM voranschreitet. Europa ist stabilisiert".

Fekter unterstützt die Vorschläge der EU-Kommission für eine einheitliche zentrale europäische Bankenaufsicht. Es sei gut, wenn "ein zentrales Regulativ für alle gilt", so Fekter.

Die Euro-Finanzminister beraten am Freitag bei einem Treffen in Zyperns Hauptstadt Nikosia über die Lage in den Krisenländern Griechenland und Spanien. Die griechische Regierung soll der Eurogruppe ein neues Sparpaket vorstellen. Entscheidungen über die Freigabe weiterer Finanzhilfen werden nicht erwartet.