Erstellt am 31. März 2012, 14:42

Fekter versteht sich mit Juncker "ausgezeichnet". Finanzministerin Fekter hat in der Nachfolgefrage für Eurogruppen-Chef Juncker betont, dass sie für einen Staatschef an der Spitze der Währungsunion eintrete.

Nach der Sitzung der EU-Finanzminister am Samstag in Kopenhagen merkte Fekter an, dass sie sich mit Juncker "ausgezeichnet verstehe".

Dass ihre Forderung nach einem Staatschef aber den zuletzt als Favorit für die Juncker-Nachfolge gehandelten deutschen Finanzminister Schäuble ausschließt, sieht Fekter nicht. "Ich akzkeptiere, was die Chefitäten ausmachen". Sie selbst habe keine Ambitionen auf das Amt. Auf eine entsprechende Frage merkte sie an, dies sei "ganz weit weg". Auch dass der Österreicher Thomas Wieser als Chef der Euro-Arbeitsgruppe Juncker-Nachfolger werden könnte, hält sie für "unwahrscheinlich".

Fekter wies Meldungen zurück, wonach es bei der Bestellung der Juncker-Nachfolge um eine "Paketlösung" gemeinsam mit den anstehenden Neubesetzungen an der Spitze der EBRD, eines EZB-Direktoriummitglieds und des ESM gehe. "Das ist längst vom Tisch". Es gebe für die einzelnen Positionen "unterschiedliche Zeitleisten. Da wo ich verantwortlich bin, für die EBRD, dort bin ich Head of Governors, muss ich das organisieren. Wir haben uns vom Paket abgekoppelt".

Fekter hatte tags zuvor für Verstimmung mit Juncker gesorgt, als sie bei der Präsentation der Ergebnisse der Aufstockung des Euro-Rettungsschirms vorgeprescht war. Juncker hatte daraufhin aus Ärger die Pressekonferenz abgesagt, Fekter hatte sich daraufhin entschuldigt.