Erstellt am 19. Januar 2011, 00:00

FH-Streit: Blau statt Schwarz. NEUE VORWÜRFE /  Anstelle der ÖVP kritisiert nun die FPÖ die FH-Geschäftsführung. ÖVP wartet die laufende Evaluierung ab.

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Jetzt haben sich auch die Freiheitlichen in die seit Jahren laufende Debatte um die Fachhochschulstudiengänge (FH) eingeschaltet. Wie die BVZ berichtete, fechten Betriebsrat und Geschäftsführung in der FH-Zentrale in Eisenstadt immer wieder harte Kämpfe aus – aktuell etwa um eine Betriebsvereinbarung zum Thema Mobbing, die jetzt auch vor dem Verfassungsgerichtshof gelandet ist.

FP-Chef Hans Tschürtz nahm nun Bezug auf aktuelle Uni-Rankings, in denen einzelne FH-Studiengänge schlecht aussteigen. Scharf kritisiert wird dabei vor allem Geschäftsführerin Ingrid Schwab-Matkovits, der Tschürtz den Rücktritt nahelegte.

Dass es seitens der ÖVP, die in Sachen FH immer wieder auf Missstände hinwies, heute ruhiger um dieses Thema geworden ist, führt Tschürtz auf den „Kuschelkurs der Regierung“ zurück. Anders sieht das VP-Bildungssprecher Christian Sagartz, der auf die aktuell laufende Evaluierung der Landes-Unternehmen verweist: Entsprechend dieser Ergebnisse werde man dann auch reagieren, meint er.

Seitens des Eigentümers sieht man im Büro von SPÖ-Landesrat Helmut Bieler indes keinen Grund zur Besorgnis: Eine hohe Qualität der Ausbildung sei gegeben, Änderungen an der FH-Spitze seien „kein Thema“.

„Offensichtlich sind die Fachhochschulstudiengänge Burgenland ein Spielball politischer Begehrlichkeiten“, kommentierte FH-Geschäftsführerin Schwab-Matkovits gegenüber der BVZ die Diskussion.

 

     Kritik an FH und ÖVP: FP-Chef Hans Tschürtz (r.) und Landespartei-sekretär Géza Molnár haben den Bildungs-Streit für sich entdeckt und wollen nun unter anderem erkunden, inwieweit die Empfehlungen des letzten Rechnungshofberichtes an den Fachhochschulstudiengängen umgesetzt wurden. Das Land schickte bereits voraus: „Den Empfehlungen des Rechnungshofes wurde nachgekommen.“

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