Erstellt am 18. November 2013, 05:01

Finale Verhandlungsrunde zum Lehrerdienstrecht. Die Regierung wird heute, Montag, zum letzten Mal mit der Gewerkschaft über das seit langem angekündigte neue Dienst- und Besoldungsrecht für Lehrer verhandeln.

Schon am Dienstag soll das Gesetz im Ministerrat beschlossen werden. Regierung und Lehrer verhandeln seit Mai 2012 über die Reform - ohne wesentliche Annäherungen in den Streitpunkten Unterrichtszeit, Gehalt und Unterstützungspersonal. Die Regierung hatte bereits Mitte August gegen den Widerstand der Lehrer einen Gesetzesentwurf in Begutachtung geschickt. Für die mittlerweile 35. Runde hat sie angekündigt, das Angebot nochmals nachzubessern. Lehrer-Chefverhandler Paul Kimberger (FCG) will zwar die Verhandlungen noch abwarten. Sollte die Regierung das Gesetz aber ohne Einigung beschließen, werde die Gewerkschaft "alle Möglichkeiten ausschöpfen".

Eckpunkte der Reform: Ab 2019/20 sind für alle neuen Lehrer 24 Wochenstunden Unterricht vorgesehen (wobei bis zu zwei Abschlagsstunden für Klassenvorstände, Mentoren sowie für Lernbegleitung und Schüler-bzw- Elternberatung vorgesehen sind), außerdem höhere Einstiegsgehälter samt späterer Verflachung der Gehaltskurve, neue Regeln für Zulagen, verpflichtende Fortbildung für alle Lehrer, eine Neugestaltung des Berufseinstiegs sowie ein Aus für die Pragmatisierung.

Derzeit unterrichten Landeslehrer (Volks-, Haupt-, Neue Mittel-, Sonderschule etc.) 20 bis 22 Wochenstunden, Bundeslehrer (AHS, BMHS) hingegen zwischen 17 und 22 Stunden, da korrekturintensive Fächer zu einer verringerten Lehrverpflichtung führen. Laut Gewerkschaft würde die Reform über das Berufsleben Einbußen bis zu 500.000 Euro bedeuten.