Erstellt am 14. Januar 2015, 06:14

von Wolfgang Millendorfer

Zins-Deal unter der Lupe. Befürchtete Millionen-Verluste sorgen für Aufregung. Opposition droht mit dem Staatsanwalt, Finanzabteilung beruhigt.

Dauerbrenner. Die BVZ berichtete bereits Ende 2012 von den Zins-Debatten. Das Minus sei nach wie vor »hypothetisch«, heißt es seitens des Landes.  |  NOEN, BVZ
Die Zinsabsicherung des Landes hat schon in der Vergangenheit für Debatten gesorgt und wurde auch vom Rechnungshof unter die Lupe genommen. Jetzt keimt der Streit wieder auf. Der Grund: kolportierte Verluste in Millionenhöhe.

Zins-Deal aus Jahr 2003 würde Land 61 Mio. kosten

Die Opposition kritisiert mögliche Mehrkosten durch „hoch spekulative“ Zinsgeschäfte und fordert Aufklärung zum „Finanzskandal“.

Konkret geht es um einen Zins-Deal aus dem Jahr 2003 über die Summe von 150 Millionen Euro. Von einem vorzeitigen Ausstieg, der das Land 61 Millionen Euro kosten würde, sei „nach wie vor keine Rede“, sagt Finanzchef Engelbert Rauchbauer im Gespräch mit der BVZ.

„Schneiden sogar besser ab als der Bund“

Zur Kritik an den laufenden Kosten meint er: „Für ein Darlehen muss man eben Zinsen zahlen. Über all die Jahre betrachtet, schneiden wir aber sogar besser ab als der Bund.“

Bis zum Ende der Laufzeit im Jahr 2033 könne unterm Strich auch ein Gewinn rauskommen. Das wäre aber „Kaffeesudlesen“. Und Letzteres wirft die SPÖ der Opposition vor.

Dennoch wollen die Grünen zu den Zinsen eine Landtags-Anfrage stellen; die LBL behält sich eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft vor.