Erstellt am 06. Dezember 2013, 11:29

Finanzbeamte fordern Personal und Gehaltserhöhung. Die Finanzgewerkschaft in der GÖD hat am Freitagvormittag zweistündige Dienststellenversammlungen abgehalten. Die Finanzbeamten fordern eine Aufhebung des Aufnahmestopps und eine Gehaltserhöhung.

"Die Stimmung ist auf dem Siedepunkt", sagte der Vorsitzende der Finanzgewerkschaft Herbert Bayer.

"Das Motto für heute ist sensibilisieren, informieren und mobilisieren", sagte Bayer. Nach der nächsten Runde der Beamten-Gehaltsverhandlungen am Dienstag kommender Woche werde man "weiterschauen".

Auch Streik nicht ausgeschlossen

"Wir erwarten ein faires Angebot, weil wir für das Funktionieren des Staates einen wichtigen Beitrag leisten". Weitere Maßnahmen zur Durchsetzung der Forderungen könnten "bis zu einem Streik gehen".

Diese Entscheidung liege aber beim GÖD-Vorstand. Weitere Versammlungen und "Dienst nach Vorschrift" denke die Gewerkschaft jedenfalls an.

In einer Resolution, die am Freitag unterzeichnet wurde, fordern die Finanzbeamten 1.500 zusätzliche Mitarbeiter in den nächsten vier bis fünf Jahren und "eine angemessene Gehaltserhöhung für 2014".

Arbeitsdruck: "Wir können so nicht arbeiten"

Zudem tritt die Gewerkschaft für eine Vereinfachung des Steuerrechts und eine Verminderung des Arbeitsdrucks ein. Sollte der Aufnahmestopp nicht aufgehoben werden, müsse die Bevölkerung "damit rechnen, dass der Bürgerservice eingeschränkt wird", sagte Bayer, "wir können so nicht arbeiten".

Die von Beamtenministerin Heinisch-Hosek angedachte Aussetzung einer der Gehaltssprünge habe "die Mitarbeiter noch einmal mehr motiviert".

An den Versammlungen im Finanzzentrum Wien-Mitte haben insgesamt rund 1.000 Beamte teilgenommen. Österreichweit beteilige sich der Großteil der 12.000 Mitarbeiter an den Versammlungen, sagte Bayer.