Erstellt am 18. September 2011, 14:26

Finanzministerin Fekter entschuldigt sich. Finanzministerin Fekter hat sich am Sonntag für ihre Aussage beim Treffen der Euro-Gruppe im polnischen Wroclaw entschuldigt, wo sie die Bankenkritik mit der Judenverfolgung verglichen hat. "Wenn sich durch meine Aussagen Menschen oder Gruppierungen verletzt gefühlt haben, bedauere ich dies zutiefst", erklärte Fekter in einer Aussendung.

"Ein Vergleich mit dem Regime des Nationalsozialismus oder dem Holocaust war weder mein Ansinnen noch meine Intention. Daher entschuldige ich mich bei all jenen, die durch meine Aussagen irritiert waren", so Fekter. Es sei ihr einzig darum gegangen, "auf die Wichtigkeit des gesellschaftlichen Zusammenhalts und des Friedens hinzuweisen und mahnende Worte gegen Feindbilder und Hetze zu finden. Die Gesellschaft darf niemals in gut und böse geteilt werden und ich lehne das Schaffen von Feindbildern bezüglich einzelner Bevölkerungsgruppen vehement ab", betonte die Finanzministerin.

Fekter kommt damit ihren Kritikern entgegen, die eine Entschuldigung verlangt haben. Am Samstag hatte sie den Vorwurf einer möglichen Verharmlosung der Judenverfolgung entschieden zurückgewiesen und klargestellt, dass sie "niemals einen Vergleich mit dieser Zeit angestellt hat und dies auch nie zu tun beabsichtigte".