Erstellt am 12. März 2014, 13:34

Fischer und Klug gedachten "Anschluss". Bundespräsident Heinz Fischer und Verteidigungsminister Gerald Klug haben am Mittwoch anlässlich des 76. Jahrestages des "Anschlusses" Österreichs an Hitler-Deutschland den Ereignissen des 12. März 1938 gedacht.

Nach einer Kranzniederlegung bei der Krypta am Heldenplatz betonte der Präsident die historische Bedeutung und Relevanz des Geschehens des "Anschlusses" Österreichs an Hitler-Deutschland.

"Das Bedrückende an den Ereignissen im März 1938 war und bleibt, dass der Einmarsch der Soldaten des Deutschen Reiches von jubelnden Menschenmassen begrüßt wurde, während die Angst und das Entsetzen einer schockierten Minderheit zunächst kaum wahrnehmbar war und binnen weniger Tage mit großer Brutalität völlig unterdrückt wurde", sagte der Präsident in einer Aussendung.

Grundrechte müssen immer "unverrückbar" bleiben

Aus den Ereignissen habe man gelernt, dass Grundrechte, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit "unverrückbar bleiben müssen" und "auch dann nicht beiseite geschoben werden dürfen, wenn dies in momentanen Gefühlsaufwallungen, oder unter dem Druck der Straße, oder aus irgendwelchen anderen Gründen verlangt und gefordert wird", sagte der Bundespräsident.