Erstellt am 22. März 2016, 12:49

von APA/Red

Flüchtlinge: Petrik fing Stimmung ein. Burgenlands Grüne Landessprecherin Regina Petrik hat in den vergangenen Tagen zum Thema Flüchtlinge ein Stimmungsbild in sieben Gemeinden - jeweils einer Kommune pro Bezirk - eingefangen.

 |  NOEN, Werner Müllner
Ihr Resümee nach Gesprächsabenden mit und über Flüchtlinge: "Es gibt nirgends große Probleme", meinte sie am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

An den Gesprächsabenden nahmen Bürgermeister und weitere Gemeindevertreter, interessierte Bürger sowie Quartiergeber aber auch Aktivisten und Flüchtlinge teil. Ziel sei es gewesen, sich vor Ort zu informieren, wie das Zusammenleben mit den Flüchtlingen funktioniere, wo man Probleme sehe oder welche Wünsche es gebe. Besucht wurden Gemeinden, wie etwa Horitschon (Bezirk Oberpullendorf), wo schon seit vielen Jahren Flüchtlinge im Ort leben, aber auch beispielsweise Bruckneudorf (Bezirk Neusiedl am See), wo die Unterbringungsankündigung seitens des Bundes im vergangenen Jahr für große Aufregung gesorgt hatte.

Zusammenleben wird als Bereicherung erlebt

"Dort, wo sich eine Gruppe bzw. die politisch Verantwortlichen um ein gutes Miteinander bemühen, gibt es keine Probleme. Im Gegenteil: Das Zusammenleben mit den Flüchtlingen wird oft als Bereicherung erlebt", sagte Petrik. Die Erfahrung aus den Gesprächen habe gezeigt, dass eine Quote von 1,5 Prozent Bevölkerungsanteil von Flüchtlingen in einer Gemeinde "durchaus schaffbar" sei.

Bei den Gesprächsabenden wurden auch konkrete Wünsche der Freiwilligen in den Gemeinden formuliert. Dazu zählen u.a. schnellere Bearbeitung der Quartieranbote oder ein "ganz dringend notwendiges" Informationsblatt über Gesundheitswesen und -betreuung in Landessprachen der Schutzsuchenden sowie auf Deutsch und Englisch. Diese Wünsche und Erkenntnisse wolle sie mit dem zuständigen Soziallandesrat Norbert Darabos (SPÖ) besprechen. Petrik bekräftigte außerdem erneut die Forderung nach einem Integrationsbeauftragten im Land.