Erstellt am 27. August 2015, 15:47

von APA Red

Flüchtlingsdrama auf A4 fordert Rücktritt Mikl-Leitners. "Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und ihre europäischen Amtskollegen tragen für diese Tragödie die volle Verantwortung", sagte Michael Genner von der NGO Asyl in Not am Donnerstag.

Johanna Mikl-Leitner zum Asyl-Thema und zur EU: "Wir haben nicht nur Pflichten, sondern auch Rechte"  |  NOEN, APA
Er fordert den Rücktritt der Politikerin. Für Anny Knapp, Obfrau der Asylkoordination, ist es nur "eine Frage der Zeit gewesen bis Derartiges in Österreich passiert".

Europas Abschottungspolitik trage beiden NGOs zufolge die Schuld am Tod der Flüchtlinge, die in Burgenland in einem Schlepper-Lkw aufgefunden wurden. "Die Gründe für die toten Flüchtlinge in Österreich sind dieselben wie die für die Toten im Mittelmeer. Es gibt keine legalen Wege um in Europa einzureisen, deshalb nehmen sie in ihrer Verzweiflung die oft gefährlichen Angebote der Schlepper an und sind sich des Risikos dabei nicht bewusst", erklärte Knapp.

Genner stellte die verantwortlichen Politiker neben den Schleppern als die Schuldigen am Tod der Flüchtlinge hin. Die Hauptschuld trage ÖVP-Ministerin Mikl-Leitner. Um den Forderungen nach dem Rücktritt der Ministerin Nachdruck zu verleihen und zum Gedenken an die Toten wird die NGO nach dem Worten Genners heute, Donnerstag, um 18.00 eine Kundgebung vor dem Innenministerium am Minoritenplatz abhalten.