Erstellt am 07. Juni 2011, 19:07

Forderung nach mehr Urlaub entzweit Sozialpartner. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp) und der ÖGB wollen eine Woche mehr Urlaub für die Österreicher. Konkret fordert die GPA diese sechste Urlaubswoche schon ab 20 Jahren Betriebszugehörigkeit, fünf Jahre früher als derzeit.

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Die Grünen sprechen von falschen Lösungsansätzen, für Wirtschaftsbund und Industriellenvereinigung sind die Forderungen weltfremd. Die Arbeiterkammer wünscht sich sechs Urlaubswochen für all jene, die bereits 25 Jahre arbeiten, unabhängig von der Betriebszugehörigkeit.

Der ÖGB unterstützt heute in der Urlaubsdebatte den GPA-Ruf nach einer zusätzlichen Urlaubswoche. Österreich sei bei den geleisteten Überstunden und bei der Wochenarbeitszeit an der Europaspitze. Überlange Arbeitszeiten machten krank, deshalb dürfe sich die Wirtschaft der Forderung nach einer zusätzlichen Urlaubswoche nicht länger entgegenstellen, "denn wer viel arbeitet, braucht auch Zeit zur Erholung", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär des ÖGB. Auch Freie Dienstnehmer sollten einen gesetzlichen Urlaubsanspruch bekommen.

Für die Grünen ist eine Diskussion um bessere Arbeitsbedingungen wünschenswert, die Vorschläge der Gewerkschaften seien aber altbackene "populistische Sommerträume", so Arbeitnehmersprecherin Birgit Schatz. "Wer ist heute noch 20 Jahre in ein und demselben Betrieb?", so Schatz, die noch nachlegt: "Wenn ich als atypisch Beschäftigter bis zu meinem 43. Lebensjahr Raubbau an meinem Körper betreiben muss, dann hilft mir eine Woche Urlaub ab dem 44. Geburtstag auch nicht weiter."

Dazu passend wünscht sich die Arbeiterkammer Niederösterreich einen "Urlaubsrucksack": "Wer 25 Jahre lang gearbeitet hat, soll dieses Recht auch bekommen, wenn er erst fünf Jahre beim aktuellen Arbeitgeber ist", so Präsident Hermann Haneder. Die Grünen fordern wiederum weniger Überstunden, kürzere Tages- und Wochenhöchstarbeitszeiten und umfassende Beschränkungen im Bereich der All-in-Verträge.

Wirtschaftsbund und Industriellenvereinigung sehen das anders. "An eine Verkürzung der Arbeitszeit - und nichts anderes ist die Forderung nach einer Ausweitung der Urlaubsansprüche - ist unter den gegenwärtigen Bedingungen überhaupt nicht zu denken", so Christoph Neumayer von der Industriellenvereinigung. Jeder weitere zusätzliche Urlaub würde zu Produktivitätseinbußen und letztlich auch zum Abbau von Arbeitsplätzen führen, so Neumayer. Er empfiehlt die freiwillige betriebliche Gesundheitsförderung und einen gesunden Lebenswandel, um Krankenstände zu vermeiden.

"Für die Unternehmer bedeutet das weniger Arbeitsleistung der Mitarbeiter bei höheren Lohnkosten. Das können wir uns als Wirtschaftsstandort einfach nicht leisten", so Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner. Das sieht AKNÖ-Präsident Haneder nicht so: "In den USA haben die Menschen nur zwei Wochen Urlaub. Trotzdem haben heimische Arbeitnehmer eine wesentlich höhere Wertschöpfung pro Stunde als in den USA."

Attila Dogudan, Chef des börsenotierten Cateringunternehmens Do&Co, hält die Forderung nach mehr Urlaub "jetzt für nicht angebracht", wie er am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz deponierte. Er könne nicht verstehen, warum noch immer derart "populistische" Aussagen gemacht werden, mit denen die Leute verunsichert würden. "Wir können uns alles leisten, außer mehr Unproduktivität." Er vertrete die Meinung: "Es hat noch keinem wehgetan, schneller zu gehen." Do&Co tue sich sehr schwer, "die richtigen Menschen mit der richtigen Kultur" zu finden. In Österreich sei vor allem die Mobilität ein Problem. "Wenn man jemanden nach London schickt, dann schnauft er mal und sagt, da wird seine Freundin beleidigt sein."